Bewertung:

Das Buch bietet einen aufschlussreichen Einblick in eine weniger bekannte Episode der ägyptischen Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg und konzentriert sich dabei insbesondere auf das Engagement deutscher Wissenschaftler im Lande. Die Leserinnen und Leser schätzen die gute Lesbarkeit, die gründliche Recherche und den informativen Charakter des Buches, auch wenn einige enttäuscht sind, was die akademische Strenge und die Qualität der Texte angeht.
Vorteile:⬤ Informativ und unterhaltsam
⬤ gut recherchiert mit beeindruckender Tiefe
⬤ lesbar und fesselnd
⬤ hebt eine einzigartige historische Perspektive hervor
⬤ fördert das Interesse an Wissenschaft und Technologie
⬤ kommt bei vielen Lesern gut an.
⬤ Einige Leser fanden, dass es an akademischer Strenge mangelt
⬤ beschrieben als schlecht geschrieben und unredigiert
⬤ Kritik wegen des Rückgriffs auf zweifelhafte Quellen
⬤ nicht erfüllte Erwartungen an gründliche Recherche
⬤ Enttäuschung von Lesern, die ein wissenschaftliches Werk erwarten.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Nazis on the Nile: The German Military Advisers in Egypt, 1949-1967
Anhand offizieller britischer Akten und CIA-Akten, die im Rahmen des Nazi War Crimes Disclosure Act freigegeben wurden, zeichnet Vyvyan Kinross das überzeugende Porträt eines Landes, das mit Hilfe ehemaliger deutscher Wehrmachtssoldaten, Raketenwissenschaftler, Chemieingenieure, Waffenhersteller und Waffenhändler für den Kalten Krieg und das Raketenzeitalter aufrüstete.
- Deutsche Veteranen der Spezialeinheiten bildeten die ägyptischen Soldaten für den Kampf gegen die Briten in der Suezkanalzone und gegen die Israelis im Gazastreifen aus - Hätte man ihnen Exekutivbefugnisse und das Kommando auf dem Schlachtfeld übertragen, hätten die deutschen Befehlshaber das Ergebnis zu Gunsten Ägyptens verändern können - Die Briten entdeckten deutsche Subversionstaktiken in der ägyptischen Außenpolitik, der Propaganda und den nachrichtendienstlichen Operationen - Ägypten wandte Zwangsmethoden an, um die jüdische Bevölkerung nach der Suezkrise von 1956 zum Verlassen des Landes zu bewegen.