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Nazi Crimes against Jews and German Post-War Justice
Von allen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung hatten die deutschen Juden am längsten unter dem nationalsozialistischen Joch zu leiden. Während des gesamten Dritten Reiches waren sie antijüdischer Propaganda, Diskriminierung, antisemitischen Gesetzen und in zunehmendem Maße auch Übergriffen und Straftaten durch nichtjüdische Deutsche ausgesetzt.
Während sich der Internationale Militärgerichtshof und die nachfolgenden amerikanischen Militärtribunale in Nürnberg mit einer Vielzahl von NS-Verbrechen nach internationalem Recht befassten, sahen sich diese Gerichte nicht in der Lage, über Unrecht gegen deutsche Staatsbürger und solche, die die deutsche Staatsbürgerschaft aufgrund der so genannten „Nürnberger Gesetze“ verloren hatten, wie z. B. die deutschen Juden, zu urteilen.
Bis vor kurzem wurde diese Aufgabe der deutschen Justiz in der Wissenschaft nicht näher untersucht. Edith Raim füllt diese Lücke, indem sie das Ausmaß der an den Juden begangenen Verbrechen über die traditionell bekannten Fakten hinaus aufzeigt und erläutert, wie die westdeutsche Justizverwaltung unter der Aufsicht der Alliierten rekonstruiert wurde.