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In einer idealen Welt würdest du an einer Kreuzung stehen, an der ein großes weißes Schild auf GESUNDHEIT und das andere auf Wahnsinn hinweist, und im hellen Tageslicht, mit der Sonne im Rücken, würdest du die einzig mögliche Wahl treffen und den Hügel hinunter in Richtung Sicherheit traben. Warum sollte man eine andere Wahl treffen? Das Problem ist nur, dass es fast immer Mitternacht ist, wenn du persönlich an diese Kreuzung kommst, du hast schon lange nicht mehr geschlafen, und ein paar Kinder haben an dem Schild herumgebastelt. - aus Needleham.
Needleham von Terry Simpson ist ein facettenreicher Roman, voller faszinierender Details und emotionaler Tiefe. Der Schreibstil ist durchweg klar und phantasievoll. Die eindringlichen Beschreibungen der Umgebung und der Charaktere haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen.
Der gutmütige Luke stiehlt stellenweise die Show als einfacher, aber komplexer Charakter mit einem reichen Innenleben. Ich konnte mit ihm mitfühlen, als er tiefer in die Welt von Needleham hineingezogen wird und sich Herausforderungen gegenübersieht, die er sich nie hätte vorstellen können, als er seinen Posten als Anwalt antrat.
Simpson scheut sich nicht, sich mit dunklen und beunruhigenden Themen im Zusammenhang mit der Haltung gegenüber Insassen der Psychiatrie in Vergangenheit und Gegenwart zu befassen. Historische Ideen werden geschickt in den Text eingewoben, um das aktuelle Denken zu beleuchten und den Kontext zu erweitern. Realität und Fantasie, Vernunft und Wahnsinn werden gekonnt in Frage gestellt. Die Geschichte wird durch Wendungen sowohl unglaublich traurig als auch laut lachend komisch. Der Einsatz von Humor, der oft subtil und sardonisch ist, funktioniert gut.
Ein unheimlicher Unterton trägt zur atmosphärischen Qualität bei und steigert sich im Laufe der Geschichte, was zu einer äußerst befriedigenden, wenn auch zum Nachdenken anregenden Auflösung führt. Needleham ist eine Geschichte, die mir noch lange nach der Lektüre im Gedächtnis bleiben wird. - Jean Davidson.
Durch die Augen von Luke, dem neuen Patientenfürsprecher in Needleham, erleben wir ein detailliertes Filetieren des psychiatrischen Systems der jüngsten Vergangenheit, das mit großer Aufmerksamkeit für die schäbigen, trostlosen Aspekte des Krankenhauses selbst geschrieben ist, wo "kaffeefarbene" Getränke heruntergeschluckt werden und es "Teppichflächen mit verlassenen Sesseln" gibt. Ganz nebenbei haucht Terry Simpson den Klammern der Komödie neues Leben ein. Düster, scharfsinnig und zum Totlachen komisch - ich habe es geliebt. - Mandy Sutter.
In Terry Simpsons Debütroman "Needleham" trifft Kafkas "Das Schloss" auf "Einer flog über das Kuckucksnest". Basierend auf den Erfahrungen des Autors als Patientenbetreuer in einer psychiatrischen Klinik in Yorkshire, die "Needleham" nicht unähnlich ist, hofft man, dass dieser komische Albtraum der Vergangenheit angehört. Nochmals Hoffnung! Needleham baut seine Welt in beunruhigenden und überzeugenden Details auf.' - Peter Spafford, Chapel FM.
"Endlich! Auf ein Buch wie dieses habe ich lange gewartet. Eine witzige, scharfsinnige und ergreifende Satire auf das psychische Gesundheitssystem. Sehr empfehlenswert". Professor Helen Spandler, Herausgeberin von Asylum: das radikale Magazin für psychische Gesundheit.