
Es sind Gedichte über Liebe und Verlust, sie stellen sich eine Welt vor, in der Falken aus den Armen von Liebenden fliegen und in einer sterbenden Welt verschwinden, in der goldene Fische aus Flüssen aufsteigen und sich in Haaren verheddern, in der Moleküle und Nebel Botschaften der Liebe durch Städte tragen. In dieser Sammlung überschneiden sich Anfänge und Enden, Modernes und Mythisches verflechten sich, das Alltägliche wird in eine Welt der Metapher und Beschwörung gerührt.
Die einzelnen Gedichte greifen ineinander und bilden Erzählstränge, die um das zentrale Symbol der Sammlung, das Nekhau, kreisen - kleine fischförmige Amulette, die von den alten Ägyptern hergestellt und in die Haare geliebter Menschen geflochten wurden, um sie vor dem Ertrinken zu bewahren. In einer zeitgenössischen und zuweilen imaginären Welt werden die Gedichte zu Nekhau, indem sie die Ängste und Gefahren, die der Liebe zugrunde liegen, zum Ausdruck bringen, um sie zu überwinden. Auf diese Weise verwandeln die Gedichte viele Tropen der Liebeslyrik, indem sie sie in alltägliche und jenseitige Kontexte stellen.
Die Körper in diesen Gedichten kämpfen gegen die Sterblichkeit der Liebe, sie leihen sich Überlieferungen und bauen neue Mythen auf, um die Zerbrechlichkeit der Liebe zu schützen. Diese Gedichte glänzen mit Musikalität und Präzision, sie winden sich und schimmern wie Fische, die den Ängsten entgegenspringen, die sie geformt haben.