Bewertung:

Carolyn Holbrooks „Tell Me Your Names and I Will Testify“ ist eine kraftvolle Sammlung von Essays, die ihre Lebenserfahrungen als schwarze Frau widerspiegeln, die Armut und Widrigkeiten überwunden hat. Die Essays zeichnen sich durch Ehrlichkeit und emotionale Tiefe aus und geben Einblick in Themen wie Widerstandsfähigkeit, Rassismus und Mutterschaft. Während viele Rezensenten das Buch als inspirierend und wunderschön geschrieben empfanden, gab es Kritik am Fluss und der Kohärenz der Essays.
Vorteile:⬤ Eine zutiefst inspirierende und ehrliche Erzählung, die den Weg der Autorin einfängt.
⬤ Reichhaltige Themen wie Widerstandsfähigkeit, Kreativität und die Herausforderungen, denen People of Color gegenüberstehen.
⬤ Starke emotionale Wirkung und Relevanz für aktuelle Themen wie Rassismus und alleinerziehende Mütter.
⬤ Gut geschrieben mit einer natürlichen Stimme, die beim Leser ankommt.
⬤ Bietet wertvolle Einblicke in die Bedeutung des Austauschs unterschiedlicher Geschichten.
⬤ Einigen Lesern fehlte es den Essays an Zusammenhalt und emotionalem Engagement.
⬤ Einige Rezensenten empfanden das Buch als langweilig oder als „Aufzählung“ von Ereignissen und nicht als fesselnde Erzählung.
⬤ Die Struktur der Essay-Zusammenstellung mag nicht allen Lesern gefallen, insbesondere denen, die eine lineare Memoiren-Erzählung erwarten.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Tell Me Your Names and I Will Testify: Essays
Die mitfühlende und erlösende Geschichte einer prominenten schwarzen Frau in der literarischen Gemeinschaft der Twin Cities
Carolyn Holbrooks Leben ist von Geistern bevölkert - von dem Mädchen, das sie war, von denen, die sie abgelegt hat, und von denen, die sie eingeholt haben, von den verletzten, freundlichen und bösartigen Geistern, denen sie begegnet ist, und auch von den geliebten Seelen, die sie verloren hat, und von denen, die sie nie gekannt hat und die darum betteln, dass ihre Geschichten erzählt werden. "Jetzt heizt du die Sache nicht weiter an", rät ihr eine Geistertante. Eine andere lächelt aufmunternd: "Halte dich nicht zurück, Kind. Irgendjemand da draußen muss hören, was du zu sagen hast.".
Einst war sie als schwangere Sechzehnjährige im Jugendstrafvollzug von Minnesota inhaftiert, heute ist sie eine gefeierte Schriftstellerin, Kunstaktivistin und Lehrerin, die anderen hilft, ihre schöpferische Kraft zu entfalten. Holbrook ist dem Ruf gefolgt, die Geschichte ihres Lebens zu erzählen und in den Kapiteln - den schrecklichen und den heiligen, den wilden und den bezaubernden - die Lektionen und notwendigen Wahrheiten derer zu finden, die vor ihr gekommen sind. In ihren Memoiren, die aus Momenten der Abrechnung gewoben sind, ruft sie Geschichten hervor, die aus dem Schweigen geboren wurden, Geschichten, die sie in sich trägt, Geschichten, die durch Schmerz, Vorurteile oder Unwissenheit unterdrückt wurden. Das Trauma eines Kindes erinnert sie an ihr eigenes. Eine missbräuchliche Ehe kehrt zurück, um ihre Familie heimzusuchen. Sie macht Karriere, während sie als alleinerziehende Mutter fünf Kinder großzieht; sie kämpft mit Depressionen und bewältigt unmittelbare und historische Krisen, während sie gleichzeitig den subtilen Rassismus, der sich hinter "Minnesota nice" verbirgt, in Kauf nimmt.
Hier zeichnet Holbrook auf ergreifende Weise den Weg von ihrer schwierigen Kindheit bis zu ihren Führungspositionen in der literarischen Gemeinschaft der Twin Cities nach und zeigt, wie kreatives Schreiben ein mächtiges Werkzeug sein kann, um Rassismus zu bekämpfen und die heilende Wirkung der Kunst des Erzählens zu nutzen.