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Neo-Nationalism: The Rise of Nativist Populism
In diesem Buch werden drei Wellen des nativistischen Populismus in der Nachkriegszeit beschrieben, aus denen sich der heutige Neo-Nationalismus entwickelt hat. Die erste Welle entstand im Gefolge der Ölkrise von 1972.
Die zweite wurde durch den Zusammenbruch des Kommunismus 1989 ausgelöst und erreichte ihren Höhepunkt mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Die dritte Welle begann nach der Finanzkrise von 2008 und erreichte mit der Flüchtlingskrise 2015 ihren Höhepunkt.
Ob die Coronavirus-Krise im Jahr 2020 eine vierte Welle auslösen wird, bleibt abzuwarten. Das Buch zeichnet die Entwicklung weg von der liberalen Demokratie und hin zu neuen autoritären Tendenzen auf beiden Seiten des Atlantiks nach.
Es verfolgt das Mainstreaming einer ehemals diskreditierten und marginalisierten Politik, die allmählich zur neuen Normalität wird. Durch die Identifizierung gemeinsamer Eigenschaften des Neo-Nationalismus formuliert das Buch einen dreifachen Anspruch der nativistischen Populisten zum Schutz des Volkes: diskursiv eine äußere Bedrohung zu schaffen, auf inländische Verräter hinzuweisen und sich selbst als die wahren Verteidiger der Nation zu positionieren.