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Neofinalism, 36
Raymond Ruyer war ein heute wenig bekannter französischer Philosoph der Nachkriegszeit, dessen Werke und Ideen bedeutende Denker wie Deleuze, Guattari und Simondon beeinflusst haben. Mit der Veröffentlichung dieser Übersetzung des Neofinalismus, der von vielen als Ruyers Hauptwerk angesehen wird, können englischsprachige Leser endlich sehen, wie dieser bahnbrechende Geist Philosophie und Wissenschaft miteinander verband.
Unbeeindruckt von der Vorstellung, dass die Philosophie dort endet, wo die Wissenschaft beginnt, erarbeitete Ruyer eine einzigartige, kaum klassifizierbare Metaphysik und reaktivierte die Fähigkeit der Philosophie, über ihre kanonischen Fragen nachzudenken: Was existiert? Wie können wir das Leben erklären? Was ist der Status der Subjektivität? Und wie ist Freiheit möglich? Ha.
Neofinalism bietet eine systematische und klar argumentierte Abhandlung, die die innovativen Konzepte der Selbstbefragung, der Form und der absoluten Oberfläche einsetzt, um eine Theorie des Virtuellen und des Transspatialen zu entwickeln. Es ist auch ein überzeugendes Plädoyer für eine neue Wertschätzung der schöpferischen Tätigkeit, die raum-zeitliche Strukturen organisiert und das Entstehen realer Wesen in einem dynamischen Universum ermöglicht.