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Networks and States: The Global Politics of Internet Governance
Wie aus dem Spannungsverhältnis zwischen dem territorial gebundenen Nationalstaat und einer transnationalen Netzwerkgesellschaft Institutionen für die Verwaltung des Internets entstehen.
Wenn das vorherrschende Regierungssystem den Planeten in sich gegenseitig ausschließende territoriale Gewaltmonopole aufteilt, welche Institutionen können dann das Internet mit seiner transnationalen Reichweite, seinem grenzenlosen Umfang und seiner verteilten Kontrolle regieren? Angesichts der Filterung/Zensur durch Staaten und der Sorge um die nationale Cybersicherheit wird oft angenommen, dass das Internet unweigerlich dem traditionellen System der Nationalstaaten untergeordnet wird. In Networks and States (Netzwerke und Staaten) widerspricht Milton Mueller dieser Annahme und zeigt, wie die Internet-Governance neuartige und faszinierende Governance-Fragen aufwirft, die zu einer globalen Politik und neuen transnationalen Institutionen führen. Auf der Grundlage von Theorien zur Netzwerk-Governance gibt Mueller einen umfassenden Überblick über die Internet-Governance, von der Gründung der ICANN bis hin zu den Auseinandersetzungen auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS), der Gründung des Internet Governance Forums, dem globalen Angriff auf Peer-to-Peer-Filesharing und dem Aufkommen von Internet-Kontroll- und Sicherheitsfragen auf nationaler Ebene.
Die Verwaltung des Internets ist zu einer Quelle von Konflikten in den internationalen Beziehungen geworden. Networks and States untersucht die wichtige Rolle, die neu entstehende transnationale Institutionen bei der Förderung einer globalen Governance der Kommunikations- und Informationspolitik spielen könnten.