
New Realism: Contemporary British Cinema
Die Tradition des britischen Realismus hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch verändert.
Die Filme von Regisseuren wie Duane Hopkins, Joanna Hogg, Andrea Arnold, Shane Meadows und Clio Barnard haben eine deutliche poetische Wende eingeleitet. Dieser neue Realismus lehnt den Instrumentalismus und Didaktismus von Filmemachern wie Ken Loach ab und setzt stattdessen auf lyrische und oft zweideutige Begegnungen mit dem Ort, in denen die physischen Prozesse der gelebten Erfahrung mit den Rhythmen des Alltagslebens interagieren.
Anhand dieser fünf Filmemacher versucht dieses Buch, diese neue Tradition des britischen Kinos eingehend zu erforschen - und greift dabei Debatten über den Realismus wieder auf, die die Wissenschaft seit Jahrzehnten beschäftigt haben.