
Reconfiguring Citizenship and National Identity in the North American Literary Imagination
Die Literatur hat schon immer eine zentrale Rolle bei der Schaffung und Verbreitung kulturspezifischer Vorstellungen von Staatsbürgerschaft, Nationalität und Zugehörigkeit gespielt. In Reconfiguring Citizenship and National Identity in the North American Literary Imagination untersucht die Autorin Kathy-Ann Tan Metaphern, Konfigurationen, Parameter und Artikulationen der US-amerikanischen und kanadischen Staatsbürgerschaft, die in modernen literarischen Texten, insbesondere in Zeiten des Aufbruchs und der Krise, umgesetzt, neu verhandelt und überarbeitet werden.
Tan bringt zum ersten Mal eine Auswahl kanonischer und weniger bekannter amerikanischer und kanadischer Schriften zur kritischen Betrachtung zusammen. Sie beginnt mit der Untersuchung literarischer Darstellungen von "eigensinnigen" oder "eigensinnigen" Bürgerinnen und Bürgern sowie von Menschen mit unsicheren Körpern, die als bedrohlich, unerwünscht oder inakzeptabel angesehen werden - darunter Flüchtlinge und Asylsuchende, Migranten ohne Papiere, Abgeschobene und Staatenlose. Sie befasst sich auch mit den Rechten auf Staatsbürgerschaft und politische Zugehörigkeit, die von queeren Körpern beansprucht werden, sowie mit der Untersuchung "neuer" und alternativer Formen der Staatsbürgerschaft, wie z. B. Denizenship, städtische Staatsbürgerschaft, diasporische Staatsbürgerschaft und indigene Staatsbürgerschaft. Anhand von Fallstudien, die sich auf Werke einer Vielzahl von Autoren stützen - darunter Nathaniel Hawthorne, Djuna Barnes, Etel Adnan, Sarah Schulman, Walt Whitman, Gail Scott und Philip Roth -, deckt Tan alternative Formen von Kollektivität, Gemeinschaft und Nation in einem breiten Spektrum von Perspektiven auf.
Im Einklang mit den jüngsten disziplinübergreifenden Untersuchungen auf diesem Gebiet zeigt Reconfiguring Citizenship and National Identity in the North American Literary Imagination, dass Staatsbürgerschaft weniger eine feste oder statische rechtliche Entität ist als vielmehr eine Reihe von symbolischen und kulturellen Praktiken. Literaturwissenschaftler, Kulturwissenschaftler und Staatsbürgerschaftsforscher werden für Tans aufschlussreiche Studie dankbar sein.