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All Indians Do Not Live in Teepees (or Casinos)
All Indians Do Not Live in Teepees (or Casinos) ist sowohl eine Hommage an die einzigartigen Erfahrungen einzelner amerikanischer Ureinwohner als auch eine Würdigung der Werte, die die amerikanischen Indianer verbinden. Die auf persönlichen Erfahrungen beruhende und journalistisch fundierte Geschichte beginnt mit der Rückführung von Überresten der Vorfahren an die Pueblo-Völker von New Mexico.
Die Rückführung der Skelettreste von zweitausend Leichen, die fast ein Jahrhundert zuvor bei einer archäologischen Expedition ausgegraben wurden, nach Pecos im Jahr 1999 war die größte Rückführung in der amerikanischen Geschichte. Die Pecos- und Jemez-Indianer brachten ihre Vorfahren in einem gemeinsamen, zielgerichteten und energiegeladenen Unterfangen nach Hause. Dieses Ereignis und die nachfolgenden Rückführungen haben in weiten Teilen des indianischen Amerikas eine ähnliche Dynamik ausgelöst.
In All Indians Do Not Live in Teepees (or Casinos) (Nicht alle Indianer leben in Tipis (oder Casinos)) spürt Catherine C. Robbins dieser wiederherstellenden Wirkung in Bereichen wie wirtschaftliche Entwicklung, Urbanisierung, Kunst, Wissenschaft und Gesundheitsversorgung nach.
Anhand von Dutzenden von Interviews bringt Robbins die Stimmen von Indianern zu Gehör, von denen einige bekannt sind und viele an der Basis arbeiten, um ihre Gemeinschaften voranzubringen. Diese Stimmen kommen vor dem Hintergrund des historischen Kontextes der Erzählung zu Wort. Das Ergebnis ist ein reichhaltiger Bericht über das Leben der amerikanischen Ureinwohner im heutigen Amerika, der keine monolithische "indianische" Erfahrung mit Tipis oder Casinos zeigt, sondern vielmehr ein Mosaik verschiedener Völker, die auf einem Kontinuum existieren, das sowohl ihre Unterschiede als auch ihre gemeinsamen Realitäten kennzeichnet.
Catherine C. Robbins verbrachte fünfundzwanzig Jahre als Journalistin in Südkalifornien und berichtete für die New York Times über indianische Themen im Südwesten.