Bewertung:

Nightmare Alley erforscht die dunkle und düstere Welt der Trickbetrüger in der Karnevalsszene und konzentriert sich auf die Figur Stan Carlisle, der vom Schausteller zum Spiritualisten aufsteigt. Das Buch ist reich an amerikanischer Mundart und schildert anschaulich die psychologischen und gesellschaftlichen Themen Gier, Täuschung und die Folgen von Ehrgeiz. Es ist bekannt für seine atmosphärische Schreibweise und die starken Charakterisierungen, obwohl es auch ein düsteres und beunruhigendes Bild der Menschheit zeichnet.
Vorteile:** Fesselnde und atmosphärische Schreibweise, die das Noir-Genre wirkungsvoll einfängt. ** Authentischer amerikanischer Sprachgebrauch, der den Schauplatz und die Dialoge der Figuren aufwertet. ** Detailreiche Charakterisierung, die selbst Nebenfiguren real erscheinen lässt. ** Fesselnde Themen wie Betrug, Ehrgeiz und der moralische Verfall der Gesellschaft. ** Starke psychologische Einblicke in die Kämpfe und Motivationen der Hauptfigur.
Nachteile:** Die Handlung kann in den späteren Kapiteln langsam und weniger fesselnd sein. ** Die Hauptfigur Stan Carlisle wird oft als unausstehlich empfunden und man kann sich nur schwer in sie hineinversetzen. ** Einige Leser empfinden die Erzählung als düster und unangenehm und vermissen das traditionelle Vergnügen. ** Die Sprache und der Erzählstil können für moderne Leser veraltet wirken. ** Die Charaktertiefe, insbesondere der Nebenfiguren, könnte verbessert werden.
(basierend auf 114 Leserbewertungen)
(Demnächst ein großer Kinofilm des Oscar-prämierten Regisseurs Guillermo del Toro mit Bradley Cooper, Cate Blanchett, Rooney Mara und Toni Collette in den Hauptrollen).
Nightmare Alley beginnt mit der außergewöhnlichen Beschreibung eines Schaustellers - alkoholabhängig und verkommen, der von der voyeuristischen Menge mit Hohn und Spott bedacht wird -, der seine Arbeit auf einem Jahrmarkt verrichtet. Der junge Stan Carlisle arbeitet als Schausteller und fragt sich, wie ein Mensch so tief fallen kann. Niemals, so schwört er sich, wird ihm so etwas widerfahren.
Und da Stan klug und ehrgeizig ist und auch eine nützliche Portion Skrupellosigkeit besitzt, kommt er schon bald ganz groß raus. Auf der Bühne spielt er den Mentalisten mit einer netten Assistentin (bald seine gestresste Frau), dann wird er zum vollwertigen Spiritualisten und bedient die Bedürfnisse der Reichen und Leichtgläubigen in ihren gut gepolsterten Häusern. Es sieht so aus, als ob die Welt Stan gehören würde. Zumindest für den Moment.