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(Seltene Pirosmani-Meisterwerke aus dem georgischen Nationalmuseum, die die große Ausstellung der Fondation Beyeler begleiten) Die Kunst des legendären georgischen Malers Niko Pirosmani (1862-1918) sprach alle an, vom Kunstmuffel bis zum avantgardistischen Künstler und Schriftsteller.
Seine um die Jahrhundertwende im blühenden Tiflis entstandenen Porträts, Tierbilder, Landschaften und Alltagsszenen greifen auf die mittelalterliche Ikonografie zurück und zeugen von einem tief empfundenen Gefühl der Zugehörigkeit. Wie Henri Rousseau oder Marc Chagall gehört Pirosmani zu den außergewöhnlichen und nicht kategorisierbaren Erneuerern der Kunst der frühen Moderne.
Dieser Katalog demonstriert Pirosmanis malerische Qualitäten in zahlreichen Abbildungen, die zeigen, wie seine schnellen Pinselstriche auf schwarzem Wachstuch die sparsam aufgetragenen Farben wie aus einer dunklen Tiefe heraus leuchten lassen. Wie hier von georgischen Kunsthistorikern fachkundig erläutert wird, war Pirosmani eine widersprüchliche Figur und ein wichtiger Teil der Kunstszene in Tiflis, das damals als das „Paris des Ostens“ galt.