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Nineveh and Its Remains: With an account of a visit to the Chaldan Christians of Kurdistan, and the Yezidis, or devil-worshippers; and an enqu
Layards illustrierte archäologische Studien über die antike assyrische Stadt Ninive sind voller Entdeckerfreude und von höchstem historischen Wert.
Austen Henry Layard war in den 1840er Jahren ein junger Entdecker und aufstrebender Archäologe. Der britische Botschafter im Osmanischen Reich, Sir Stratford Canning, erkannte das Potenzial des jungen Mannes und schickte ihn in die Region Ninive, um die Ausgrabungen der riesigen Ruinen zu überwachen und zu beobachten. Die Ergebnisse waren verblüffend: antike Fresken, Skulpturen und zahlreiche Gegenstände wurden entdeckt und von Layard akribisch skizziert, der es sogar wagte, Architekturpläne der von ihm und seinen Mitarbeitern ausgegrabenen Gebäude zu rekonstruieren.
In seiner Einleitung zu Nineveh and Its Remains gibt sich Layard bescheiden: Er beklagt einen Mangel an Zeit und Ressourcen und hofft, dass sein Bericht zumindest einen gewissen Wert hat. Dennoch ist dieses Buch sehr aufschlussreich: Der Autor verknüpft die alten Texte und die bekannte Geschichte Assyriens mit den ausgegrabenen Funden. Er beschreibt auch das Leben auf der Ausgrabungsstätte, die Kultur des Nahen Ostens, die Menschen vor Ort und die neugierigen Passanten, die die laufenden Arbeiten beobachten.
In den folgenden Jahrzehnten führten Layard und andere Archäologen weitere Expeditionen in Ninive durch und bargen zahlreiche Artefakte, die sich bis heute im Britischen Museum befinden. Layard, der für seine intellektuellen Fähigkeiten und seine künstlerische Begabung bekannt war, schlug eine steile Karriere in Politik und Diplomatie ein.