
Nomadic Connectivity: An Ethnography of Walad Djifir Navigating Insecurities in Central Africa
Die vorliegende Ethnografie konzentriert sich auf das Alltägliche und möchte einer Großfamilie von semi-sesshaften Nomaden, die im Zentrum eines Landes und einer Region leben, die für ihre politischen Unruhen, ihre ökologische Unsicherheit und ihre sozioökonomische Not bekannt sind, eine nuancierte Stimme verleihen. Der Alltag der tschadischen Walad Djifir ist einer, in dem Sesshaftigkeit und Mobilität als zwei miteinander verflochtene Teile eines Ganzen betrachtet werden und in dem wirtschaftliche und geografische Grenzen nicht unbedingt eine Einschränkung darstellen.
Das ferī kh (Nomadenlager) ist der Ort, an dem alle Netzwerke der Walad Djifir zusammentreffen und oft auch beginnen - ein physischer Ort, der verschiedene Netzwerke und Verbindungen verkörpert, die Zeit und geografischen Raum überspannen. Dieser analytische und methodische Ansatz gibt Aufschluss darüber, wie regionale Trends im Lichte des täglichen Lebens der Walad Djifir verstanden werden können. Im Laufe der Zeit haben die Walad Djifir Wege zur Bewältigung von und zum Umgang mit Unsicherheiten entwickelt und interagieren auf spezifische Weise mit infrastrukturellen, technologischen und sozio-politischen Entwicklungen.
Indem sie untersucht, wie solche Unsicherheiten und Krisen im Alltag verankert werden, gibt die ferī kh Antworten. Es sind gerade die banalen Elemente des täglichen Lebens, die Störungen verankern.