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North Korean Foreign Policy: Security Dilemma and Succession
Nordkoreas Außenpolitik: Security Dilemma and Succession, von Yongho Kim, geht davon aus, dass Nordkoreas Provokationen eher durch Angst als durch seine angeborene provokative Natur motiviert sind. Kim argumentiert, dass Nordkoreas provokative Außenpolitik seine Bedrohungswahrnehmung widerspiegelt, die aus verschiedenen Sicherheitsdilemmata und einer sehr realen Sorge um eine weitere Vater-Sohn-Nachfolge resultiert.
In diesem Band werden Nordkoreas äußere und innere Bedrohungen als Ursachen und seine provokative Außenpolitik als Folge der Ursachen betrachtet. Das Sicherheitsdilemma hat Nordkorea dazu veranlasst, provokative Signale zu setzen und diese der Welt zu vermitteln, und die immer drängendere Frage der Nachfolge Kim Jong-ils hat ihn dazu gebracht, sein eigenes politisches Überleben über das des nordkoreanischen Staates zu stellen.
Solange Kim Jong-ils politisches Überleben nicht gesichert ist, wird Nordkorea nicht an einer umfassenden Einführung kapitalistischer Wirtschaftsreformen und eines Wirtschaftspakets interessiert sein, das die Vereinigten Staaten und Südkorea im Gegenzug für die Aufgabe ihres Atomprogramms versprochen haben. Die nordkoreanische Außenpolitik legt nahe, dass sich eine wirksame Politik der Länder gegenüber Nordkorea, egal ob es sich dabei um einen "dovish" oder "hawkish" handelt, direkt auf das politische Überleben Kim Jong-ils und nicht auf die gescheiterte Wirtschaft Pjöngjangs beziehen sollte.