Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
Northern White-Cedar: The Tree of Life
Wenn Bäume Persönlichkeiten hätten, wäre die Nördliche Weißzeder ein introvertierter Baum. Sie ist bescheiden, tendenziell kleinwüchsig mit schmalen Kronen.
Sie ist geduldig und wächst langsam unter dem Kronendach größerer Bäume. Sie ist zerbrechlich, ihr Holz ist schwach und neigt zu Fäulnis, wenn sie lebt. Aber so wie die Menschen verborgene Tiefen haben, so hat auch die nördliche Weißzeder verborgene Tiefen.
Sie ist ausdauernd und wächst schnell, um Lücken im Kronendach auszunutzen, wenn sie entstehen.
Sie ist zäh und überlebt Jahrhunderte oder sogar ein Jahrtausend. Sie ist widerstandsfähig, gedeiht auch mit einem hohen Anteil an morschem Holz und ist einfallsreich, weil sie auch dort leben kann, wo andere Bäume nicht gedeihen.
Er erfindet sich ständig neu, mit Ästen, die Wurzeln schlagen, wenn sie auf dem feuchten Boden ruhen. Und die Menschen schätzen den Baum schon lange. Die amerikanischen Ureinwohner nutzten sein leichtes, verrottungsfestes Holz zur Herstellung von gewebten Taschen, Bodenbelägen, Pfeilschäften und Kanurippen.
Aus den Blättern und der Rinde extrahierten sie Medizin zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten. Eine Abkochung der Haudenosaunee aus der Nördlichen Weißzeder soll die Mannschaft des französischen Entdeckers Jacques Cartier vor Skorbut bewahrt haben, woraufhin die Franzosen den Baum "l'arbre de vie" nannten: Baum des Lebens. In ähnlicher Weise schenkt dieser Baum vielen Lebewesen in den nordamerikanischen Wäldern Leben, während er den Menschen Zaunpfähle, Blockhäuser und Schindeln liefert.
Doch die Zukunft der nördlichen Weißzeder ist ungewiss. Die Wissenschaftler Gerald L.
Storm und Laura S. Kenefic beschreibt die Bedrohung dieses bescheidenen, aber unverzichtbaren Mitglieds seines Ökosystems und ruft uns alle dazu auf, uns für sein Gedeihen einzusetzen.