
Normal Alert Consciousness - A Central Executive Model of Hippocampal Function
Im letzten halben Jahrhundert wurden mehrere wissenschaftliche Theorien entwickelt, um experimentelle Befunde im Zusammenhang mit unseren bewussten Erfahrungen zu erklären, insbesondere solche, die die Wahrnehmung betreffen. Die Angemessenheit und die philosophischen Implikationen dieser Theorien sind sowohl von Wissenschaftlern als auch von Philosophen heftig diskutiert worden, einschließlich ihrer Angemessenheit zur Erklärung der subjektiven Natur des Bewusstseins. Die Angemessenheit der theoretischen Modelle ist zum Teil deshalb umstritten, weil es keinen Konsens über die Definition des Bewusstseins selbst gibt. In diesem Buch wird ein neues Modell des Bewusstseins vorgeschlagen, das auf einer vorgeschriebenen Definition für einen von mehreren Bewusstseinszuständen beruht, der als "normaler Wachzustand" bezeichnet wird. Dieser Zustand umfasst alle Merkmale, die mit einem wachen, nicht durch Krankheit oder Verletzung beeinträchtigten Individuum in Verbindung gebracht werden, einschließlich der Wahrnehmung der sensorischen Umgebung, des Gedächtnisses, des Lernens, der Aufmerksamkeit für Orte und sensorische Merkmale, der Sprache, emotionaler Reaktionen, absichtlicher Bewegungen, der Entscheidungsfindung, der Kreativität und des Selbstbewusstseins. Durch seine Interaktionen mit anderen Hirnregionen, die für diese verschiedenen Funktionen wichtig sind, postuliert das Modell eine zentrale Führungsrolle für den Hippocampus.
Es wird angenommen, dass Qualia, die subjektiven Gefühle, die mit sensorischen Reizen verbunden sind, aus den Wechselwirkungen zwischen Ereignissen und den emotionalen Reaktionen, die sie hervorrufen, im Hippocampus entstehen. Das Buch bietet Methoden zum Testen des Modells. In mehrfacher Hinsicht entspricht dieses Modell der Hippocampusfunktion dem von Descartes beschriebenen "zentralen Theater des Geistes", einem Konzept, das Philosophen und Wissenschaftler früher aufgrund falscher Annahmen verworfen haben. Das vorgestellte Modell verbindet Beobachtungen über unser Inneres mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, wobei Analogien und Lebenserfahrungen genutzt werden, um zu veranschaulichen, wie beide sich gegenseitig beeinflussen können.
Es gibt Hinweise darauf, dass Störungen im Informationsfluss zwischen dem Hippocampus und anderen Hirnregionen viele neurologische Störungen erklären könnten. In dem Buch werden auch die philosophischen Implikationen des Modells erörtert, darunter Themen wie der freie Wille und die Möglichkeit von Empfindungen bei künstlicher Intelligenz.