Bewertung:

Das Buch ist eine wunderschön geschriebene, melancholische Novelle über ein missverstandenes Mädchen namens Janet, das in einem schottischen Schloss aufwächst. Es behandelt Themen wie Isolation, Familiendynamik und die Kämpfe eines neurologisch abweichenden Individuums in einer konformistischen Gesellschaft. Während es für seine exquisite Prosa und die Entwicklung der Charaktere gelobt wurde, wurde es für seine düsteren Themen, das abrupte Ende und das brutale Schicksal seiner Protagonistin kritisiert, in das sich einige Leser nur schwer hineinversetzen konnten.
Vorteile:⬤ Exquisite Prosa und wunderschön gestaltete Sprache
⬤ Tiefe Charakterentwicklung, die Sympathie hervorruft
⬤ Originelle und fantasievolle Erzählweise
⬤ Starkes Gefühl für den Ort im Schottland der Nachkriegszeit
⬤ Emotionale Tiefe und eindringliche Einsichten.
⬤ Düstere und tragische Themen, die vielleicht nicht alle Leser ansprechen
⬤ Abruptes Ende, das manche unbefriedigt zurücklässt
⬤ Für manche ist es schwierig, eine Verbindung zu den Charakteren herzustellen
⬤ Bestimmte körperliche Beschreibungen werden als übertrieben oder schockierend empfunden
⬤ Manche Leser finden die Erzählung überflüssig oder überladen mit archaischen Begriffen.
(basierend auf 64 Leserbewertungen)
O Caledonia
In der Tradition von Shirley Jacksons We Have Always Lived in the Castle, einem düster-humorvollen modernen Klassiker der schottischen Literatur über eine dem Untergang geweihte Heranwachsende in der Mitte des 19. Jahrhunderts - mit einer neuen Einleitung von Maggie O'Farrell, der preisgekrönten Autorin von Hamnet.
Janet liegt ermordet unter der Schlosstreppe, gekleidet in das schwarze Spitzenhochzeitskleid ihrer Mutter, beklagt nur von ihrer Lieblingsdohle... Die Autorin Elspeth Barker beschwört meisterhaft das raue Klima Schottlands in dieser atmosphärischen Gothic-Geschichte herauf, die mit den Werken der Bronts, Edgar Allan Poe und Edward Gorey verglichen wurde. In einer Welt der Isolation und Einsamkeit wendet sich Barkers vom Pech verfolgte junge Heldin Janet der Literatur, der Natur und ihrer Tante Lila zu, die ihr in einem sonst so düsteren Leben kurze Momente des Aufatmens schenkt.
Menschen, Vögel und Tiere bewegen sich im Hintergrund in einer Geschichte, die ebenso reichhaltig und stimmungsvoll wie witzig und bissig ist. Das Motto der Familie - Moriens sed Invictus (Sterbend, aber unbesiegt) - ist ein passendes Epitaph für die wilde und mutige Janet, deren wilde Entschlossenheit, unerschütterlich sie selbst zu bleiben, sie zu einer der unvergesslichsten Protagonistinnen der zeitgenössischen Literatur macht.