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Open Space: The Global Effort for Open Access to Environmental Satellite Data
Eine Untersuchung der Politik zur gemeinsamen Nutzung von Umweltsatellitendaten, die ein Modell für die Entwicklung einer Politik zur gemeinsamen Nutzung von Daten sowie Fallbeispiele und praktische Empfehlungen für eine verstärkte globale gemeinsame Nutzung von Daten bietet.
Der Schlüssel zum Verständnis und zur Bewältigung des Klimawandels ist die kontinuierliche und präzise Überwachung der Umweltbedingungen. Satelliten spielen eine wichtige Rolle bei der Sammlung von Klimadaten, da sie eine umfassende globale Abdeckung bieten, die von der Beobachtung vor Ort nicht erreicht werden kann. Doch wie Mariel Borowitz in diesem Buch zeigt, sind viele Satellitendaten nicht frei verfügbar, sondern eingeschränkt.
Dies gilt trotz der Befürwortung des Datenaustauschs durch internationale Organisationen und einer weltweiten Bewegung für offene Daten. Borowitz untersucht die Politik, die die gemeinsame Nutzung von Umweltsatellitendaten regelt. Sie bietet ein Modell für die Entwicklung einer Politik zur gemeinsamen Nutzung von Daten und wendet es auf Fallstudien aus den USA, Europa und Japan an - Länder, die für fast die Hälfte der nicht klassifizierten staatlichen Erdbeobachtungssatelliten verantwortlich sind.
Borowitz entwickelt ein Modell, das die Regierungsbehörde als Hauptakteur in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig die Rolle externer Akteure wie anderer Regierungsbeamter und nichtstaatlicher Akteure sowie die wirtschaftlichen, sicherheitsrelevanten und normativen Eigenschaften der Daten selbst berücksichtigt. Zu den Fallstudien gehören die U.S. National Aeronautics and Space Administration (NASA) und die U.S. National Oceanographic and Atmospheric Association (NOAA) sowie die United States Geological Survey (USGS)
die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die Europäische Organisation für die Nutzung von Wettersatelliten (EUMETSAT)
und die Japanische Agentur für Luft- und Raumfahrt (JAXA) und die Japanische Meteorologische Agentur (JMA). Abschließend geht sie auf die politischen Auswirkungen ihrer Erkenntnisse für die Zukunft ein und gibt Empfehlungen, wie die weltweite gemeinsame Nutzung von Satellitendaten verbessert werden kann.