
Public-Private Partnerships in Emerging Economies
Im Laufe der Jahre hat die Mittelknappheit zu einem großen Defizit in den Staatshaushalten für die Infrastruktur geführt, insbesondere in den Entwicklungsländern. Es ist für die Regierungen nicht mehr möglich, die gesamte Last der Finanzierung der öffentlichen Infrastruktur zu tragen.
Da ein unzureichendes Angebot an öffentlicher Infrastruktur eine Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung eines jeden Landes darstellt, hat man begonnen, sich auf Partnerschaften mit dem Privatsektor zu verlassen, um die Beschaffung öffentlicher Infrastrukturen als Alternative zur traditionellen öffentlichen Beschaffung zu finanzieren. Öffentlich-private Partnerschaften sind eine Vereinbarung, die es privaten Unternehmen ermöglicht, öffentliche Infrastrukturen zu finanzieren, zu entwerfen, zu verwalten und zu betreiben, und zwar für einen bestimmten Zeitraum und gegen die Zahlung von Gebühren durch die Nutzer oder die Regierung.
Dieses Buch untersucht die Rolle des Rechts bei der Einführung, Umsetzung und Regulierung von öffentlich-privaten Partnerschaften in ausgewählten Entwicklungsländern, darunter Brasilien, Indien, Nigeria und Südafrika, um zu erörtern, wie mit sich überschneidenden Gesetzen umgegangen werden kann und wie das Recht Vermögenswerte schützen kann, die in PPP investiert werden, um das Interesse des Privatsektors an der Finanzierung von Infrastrukturen in Entwicklungsländern zu wecken. Es wird gezeigt, wie das Recht genutzt werden kann, um PPP-Rahmenbedingungen zu schaffen, aufrechtzuerhalten und zu fördern, die die lokalen Gegebenheiten in Entwicklungsländern berücksichtigen.