Bewertung:

Das Buch „Okinawan Diaspora“ ist eine Sammlung von Aufsätzen, die die reiche und komplexe Geschichte des okinawanischen Volkes erforscht und sich auf sein Durchhaltevermögen und seine kulturelle Identität inmitten von historischen Herausforderungen wie Kolonialismus und Krieg konzentriert. Sie bietet einen tiefen Einblick in ihre Geschichten, Traditionen und die Auswirkungen der Diaspora und ist damit eine wertvolle Quelle für alle, die sich für die Kultur und Geschichte Okinawas interessieren.
Vorteile:Das Buch bietet aufschlussreiche Essays, die wichtige Aspekte der okinawanischen Geschichte und Kultur beleuchten. Die Leser schätzen die persönlichen Einblicke und Geschichten, wie z. B. die Verwendung der mündlichen Überlieferung zur Beschreibung der kulturellen Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten. Das Buch verbindet erfolgreich akademische und allgemeine Zielgruppen. Die Darstellung des okinawanischen Durchhaltevermögens, der kulturellen Traditionen und der Identität ist sowohl inspirierend als auch lehrreich.
Nachteile:Einige Leser könnten die Konzentration des Buches auf bestimmte historische Ereignisse und kulturelle Besonderheiten als Herausforderung empfinden, wenn sie nicht bereits mit der Geschichte Okinawas vertraut sind. Andererseits könnten sich die Essays für diejenigen, die eine leichtere Erzählung oder eine direktere Darstellung suchen, akademisch oder dicht anfühlen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Okinawan Diaspora
Die ersten okinawanischen Einwanderer kamen im Januar 1900 in Honolulu an, um als Vertragsarbeiter auf den Zuckerplantagen von Hawaii zu arbeiten. Im Laufe der Zeit wanderten die Okinawaner weiter nach Osten in die USA, nach Kanada, Brasilien, Peru, Argentinien, Bolivien, Mexiko, Kuba, Paraguay, Neukaledonien und auf die Inseln Mikronesiens. Die Aufsätze in diesem Band erinnern an diese diasporischen Erfahrungen im geopolitischen Kontext Ostasiens.
Anhand von Primärquellen und mündlichen Überlieferungen untersuchen die einzelnen Autoren, wie die okinawanische Identität in den verschiedenen Ländern, in die die Okinawaner ausgewandert sind, konstruiert wurde und wie ihre Erfahrungen durch das japanische Projekt des Nationenaufbaus und die Globalisierung geprägt wurden. Die Aufsätze befassen sich mit der Rückkehr zur okinawanischen Souveränität oder mit dem, was der Nobelpreisträger Oe Kenzaburo eine „unmögliche Möglichkeit“ nannte, und mit der Rolle der okinawanischen Arbeitsdiaspora bei der kaiserlichen Expansion Japans auf die Philippinen und nach Mikronesien.
Mitwirkende: Arakaki Makoto, Robert K. Arakaki, Hokama Shuzen, Edith M. Kaneshiro, Ronald Y. Nakasone, Nomura Koya, Shirota Chika, Tomiyama Ichiro, Wesley Ueunten.