
Ecofeminism and Climate Change Mitigation
Seminararbeit aus dem Jahr 2016 im Fach Politik - Internationale Politik - Thema: Internationale Entwicklung, Note: 1,3, Universität Frankfurt (Main), Sprache: Deutsch, Abstract German, abstract: Die folgende Arbeit arbeitet die ungleiche Betroffenheit von Männern und Frauen durch den anthropogenen Klimawandel heraus und zeigt, wie spezifische männliche und weibliche Konsum- und Verhaltensmuster das Ergebnis der Zuweisung individueller Anteile an der Klimakatastrophe verändern.
In einem ersten Schritt werden geschlechtsneutrale konventionelle Klimaschutzprinzipien vorgestellt, wie sie Darrel Moellendorf, Professor für Internationale Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, in seinem Aufsatz "Treaty Norms and Climate Change Mitigation" (2009) entwickelt hat. Anschließend werden die zentralen Charakteristika der ökofeministischen Bewegung vorgestellt und darüber hinaus diskutiert, wie Versuche zum Klimaschutz aus einer geschlechteregalitären Perspektive aussehen könnten.
In einem dritten Schritt wird der Versuch unternommen, Möllendorfs Prinzipien und ökofeministische Sichtweisen miteinander in Einklang zu bringen und einen geschlechtergerechten Ansatz zur Bewältigung der Umweltzerstörung zu entwerfen. Abschließend werde ich zeigen, dass jede Strategie zur Eindämmung des Klimawandels, die soziale Ungleichheiten oder die Auswirkungen struktureller Gewalt ignoriert, nicht nachvollziehbar ist und nicht als faires und anti-hegemoniales Vorgehen gelten kann. Seit kurzem ist bekannt, dass Frauen und Männer sowohl im globalen Norden als auch im Süden in ungleicher Weise zu den negativen Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels beitragen.
Der Anteil der westlichen Bevölkerung an den globalen schädlichen CO2-Emissionen beträgt nicht nur 80 % der Gesamtemissionen, sondern es gibt auch deutliche Hinweise darauf, dass sich der Energieverbrauch und das Konsumverhalten von Frauen und Männern erheblich unterscheiden, wenn es um die Bestimmung der individuellen Pro-Kopf-Emissionen geht. Darüber hinaus wird Frauen häufig eine größere Last und Verantwortung bei der Eindämmung des Klimawandels zugeschrieben, obwohl Frauen und Kinder die Hauptleidtragenden des Klimawandels sind.