
Olga Costa: Dialogues with Mexican Modernism
Die Wiederentdeckung einer wichtigen Zeitgenossin von Frida Kahlo.
Olga Costa (1913-93) war eine wichtige weibliche Stimme in der mexikanischen Kunstszene der Moderne und malte die Frauen und Landschaften ihrer Wahlheimat. Sie war weitgehend Autodidaktin und ließ sich vom täglichen Leben, der farbenfrohen Kleidung und der Flora ihrer Umgebung sowie von einem unterschätzten Dialog zwischen den künstlerischen Gemeinschaften in Mexiko und Europa, wo sie geboren wurde, inspirieren. Dieses Buch verortet ihr Werk zwischen der mexikanischen und der europäischen Moderne und zeichnet ihren Lebensweg von ihrem Geburtsort in Deutschland bis zu ihrer Karriere in Mexiko nach.
Costa emigrierte im Alter von zwölf Jahren aus Leipzig und verbrachte ihre Jugendjahre in Mexiko-Stadt. Sie und ihr Mann, José Chávez Morado, waren beide Maler, die aktiv die Arbeit anderer Künstler förderten und eine wichtige Rolle in Mexikos lebendiger Kunstszene spielten. In einer Gemeinschaft, die überwiegend aus Männern bestand, zeichnete sich Costas Auseinandersetzung mit Fragen der kulturellen Identität und des Feminismus aus und machte sie zu einer der wichtigsten Künstlerinnen im Umfeld von Frida Kahlo.