Bewertung:

In den Rezensionen wird Oliver Stones Buch als eine provokative und intellektuell anregende Auseinandersetzung mit seinen Filmen und den kritischen Reaktionen darauf hervorgehoben. Es enthält eine Reihe von Essays, die Stones Arbeit sowohl unterstützen als auch kritisieren, und ermöglicht so eine gründliche Debatte über die Schnittmenge von Kino und Geschichte.
Vorteile:Das Buch wird als lesenswert, fesselnd und informativ beschrieben. Es regt zur Selbstbildung und zum kritischen Denken an und ist damit sowohl für Stones Fans als auch für seine Kritiker geeignet. In vielen Rezensionen wird die Tiefe der Auseinandersetzung mit Stones Filmen, insbesondere mit historischen Themen, gelobt und die Qualität der geführten Debatten hervorgehoben.
Nachteile:Einige Kritiken zielen auf die Antworten bestimmter Kritiker ab, insbesondere auf Stephen Ambrose, der als jemand dargestellt wird, dem es an einer facettenreichen Sichtweise der historischen Ereignisse mangelt. Die kritischen Essays des Buches sind möglicherweise nicht überzeugend genug, und es besteht der Verdacht, dass das Buch als voreingenommen gegenüber Stones Perspektive wahrgenommen werden könnte.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Oliver Stone's USA: Film, History, and Controversy
Die Filme von Oliver Stone haben das Publikum herausgefordert und die Kritiker in Aufruhr versetzt. Sie haben die Zuschauer gezwungen, viele ihrer am meisten verehrten Überzeugungen über Amerikas Vergangenheit zu überdenken. Wie kein anderer Filmemacher hat Stone die öffentliche Meinung und das politische Leben geprägt, auch wenn er enorme Kontroversen und Debatten unter denjenigen ausgelöst hat, die mit seiner dramatischen Geschichtsaufarbeitung nicht einverstanden sind.
In diesem Buch trifft Stone auf einige seiner nachdenklichsten Kritiker und Befürworter und lässt Stone selbst viel Raum, um auf ihre Ansichten einzugehen. Diese Autoren, darunter Koryphäen wie David Halberstam, Stephen Ambrose, Arthur Schlesinger, Jr., Walter Lafeber und Robert Rosenstone, kritisieren Stones umstrittenste Filme, um zu zeigen, wie sie die historischen Realitäten, die sie darzustellen scheinen, verzerren, verstärken oder transzendieren können.
Diese Essays - über Salvador, Platoon, Wall Street, Born on the Fourth of July, The Doors, JFK, Heaven and Earth, Natural Born Killers und Nixon - erweitern unser Verständnis von Stones Filmen und vermitteln uns gleichzeitig ein umfassenderes Bild des Filmemachers als Künstler und Intellektueller. Sie zeigen, wie Stones Erfahrungen in Vietnam seine Ansichten über die amerikanische Regierung und Unternehmenskultur prägen, und bieten neue Möglichkeiten, die komplexen Spannungen zwischen Kunst und Geschichte zu betrachten, die Stones Filme prägen.
Als Antwort darauf bietet Stone eine klare und leidenschaftliche Verteidigung seiner künstlerischen Vision. Stone verleugnet ein für alle Mal den Mantel des Filmhistorikers und erklärt sich selbst in erster Linie als Geschichtenerzähler, als Dramatiker und Mythenmacher, der historische Fakten auf der Suche nach höheren Wahrheiten bewusst umgestaltet. Das unbestreitbare Herzstück dieses künstlerischen Manifests ist Stones faszinierender Kommentar zur Entstehung und Bedeutung von JFK, dem Film, der einen Fall wieder aufrollte, den viele schon für abgeschlossen hielten.
Oliver Stones USA ist eine provokante und zeitgemäße Neuinterpretation eines großen amerikanischen Künstlers und wird die öffentliche Debatte über die Beziehung zwischen Geschichte und Kunst sowie die Verantwortung des Künstlers gegenüber seinem Publikum neu entfachen.