Bewertung:

Das Buch bietet eine einzigartige und tiefgründige Erforschung der Manie durch poetische Rahmen, die Einfachheit mit esoterischen Einsichten vermischt. Es dient als augenöffnende Einführung in die nahöstliche Literatur, trotz einiger sich wiederholender Elemente.
Vorteile:⬤ Beruhigende und wohltuende kurze Passagen
⬤ einzigartiger künstlerischer Ansatz
⬤ zum Nachdenken anregender und den Geist durchdringender Inhalt
⬤ wertvolle Einführung in unterschätzte Literatur.
Kann auf Leser, die mit dem Genre nicht vertraut sind, überwältigend oder überraschend wirken; einige Abschnitte können sich wiederholen oder übermäßig verallgemeinernd sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Omnicide: Mania, Fatality, and the Future-In-Delirium
Ein fragmentarischer Katalog poetischer Störungen, der die Art und Weise aufzeigt, in der die Manie mit einem extremen Vernichtungswillen kommuniziert
Welche Umstände führen zu einer obsessiven Konzentration auf das kleinste Objekt oder die kleinste Tätigkeit? Und was führt dazu, dass sich eine solche Manie zu der tödlichen Überzeugung entwickelt, dass alles vernichtet werden muss? Es gibt kein Entrinnen vor der Notwendigkeit, dieses Rätsel in seiner ganzen mystifizierenden Komplexität und seiner beunruhigenden zeitgenössischen Resonanz zu untersuchen - um den obskuren Übergang zwischen einem einsamen Zustand des Deliriums und dem Willen zur Weltvernichtung nachzuzeichnen.
Als fragmentarischer Katalog der tausendundeinen Spielarten manischer Veranlagung (Augomanie, Dromomanie, Katoptromanie, Kolossomanie...) begibt sich Omnicide in die chaotische Vorstellungswelt der bedeutendsten poetischen Talente des Nahen Ostens, um einen neuen Diskurs über Besessenheit, Entrückung, Exzess und Delirium anzustoßen. Indem Jason Bahbak Mohaghegh diese Stimmen in ein direktes Gespräch verwickelt, gräbt er ein ausgeklügeltes Netzwerk unterirdischer Ideen und Interpretationskammern, Nebenwege und Höhlen aus, über die der Wahnsinn mit dem Verhängnis kommuniziert. Wie geheime Gänge, die von einem der zahlreichen Details einer belebten persischen Miniatur zur leeren, brennenden Immanenz der Wüste führen, ist jeder von ihnen ein verschlungener, aber effektiver Kanal, der ein attraktives Universum (der Anbetung, Verehrung oder des Erstaunens) mit dem Instinkt des alles verschlingenden Vergessens (durch Hass, Neid, Gleichgültigkeit, Wut oder Vergessen) verbindet.
Omnicide ist ein fesselndes Fraktal aus konzeptionellen Prismen in halb erzählerischer, halb theoretischer Prosa, ein rhythmisches, poetisches, heimtückisches Werk, das die Unterwerfung gebietet, und das den Leser in ungewohnte und entfremdende Landschaften entführt, deren jeder subtile euphorische Aspekt zu einer unwiderstehlichen Einladung zum Ende aller Dinge zu werden droht.