
Oncogenes Meet Metabolism: From Deregulated Genes to a Broader Understanding of Tumour Physiology
In den 1920er Jahren beschrieb Otto Warburg das Phänomen der „aeroben Glykolyse“, d. h.
die Fähigkeit von Tumorzellen, unter normalen Sauerstoffbedingungen Glukose in Laktat umzuwandeln. Warburgs Hypothese eines veränderten Stoffwechsels in Krebszellen wurde nicht sofort akzeptiert, obwohl sie später für die meisten menschlichen Tumoren bestätigt wurde.
Mit dem Aufkommen der Molekularbiologie hat sich der Schwerpunkt in der Tumorforschung auf die Suche nach Onkogenen verlagert. Das Interesse an der Erstellung molekularer Krebsprofile führte jedoch schließlich zu einer Renaissance des Warburg-Effekts, wobei versucht wurde, genetische Veränderungen mit Auswirkungen auf den Stoffwechsel zu kombinieren, und zwar mit Hilfe moderner Analysetechnologien, die eine rasche Analyse einer Vielzahl von Metaboliten in verschiedenen Geweben und Körperflüssigkeiten ermöglichen (Metabonomics).