
Opera and Politics in Queen Anne's Britain, 1705-1714
Untersucht die politische Bedeutung, die die italienische Oper - ihre Komponisten, Agenten und Institutionen - für das Publikum im Großbritannien des achtzehnten Jahrhunderts hatte.
Die Regierungszeit von Königin Anne (1702-1714) war sowohl für die Politik als auch für die Oper in Großbritannien von zentraler Bedeutung. In dieser Studie führt Thomas McGeary ein breites Spektrum an Quellen zusammen, um zu zeigen, wie die Welten der Politik und der Oper miteinander verflochten waren. Die Assoziationen, die italienischer Gesang und italienische Sänger in den 1690er Jahren hervorriefen, wurden in parteiischen Schriften der Whigs und Tories verwendet. McGeary zeigt, dass es sich bei der Einführung der italienischen Oper nicht um eine ausländische Invasion handelte, sondern um ein einheimisches Produkt, das aus den Plänen für ein neues Theater am Haymarket hervorging. Ein entscheidendes Ereignis für die Oper war Händels Ankunft in London im Jahr 1710.
Während die Kritik von Whig-Schriftstellern wie Richard Steele und Joseph Addison an der Oper bekannt ist, zeigt McGeary auf, dass die frühe Förderung und Unterstützung der Oper in der Tat weitgehend ein Unternehmen und Kulturprogramm der Whigs war. In der Tat beteiligten sich wichtige politische Persönlichkeiten (meist Whigs) an der Unterstützung und dem Mäzenatentum der Oper.
Opera and Politics in Queen Anne's Britain ist eine Pflichtlektüre für Opernwissenschaftler und Kultur- und Politikhistoriker des achtzehnten Jahrhunderts sowie für alle, die sich für die lebendige Literaturkultur dieser Zeit interessieren.