Bewertung:

Das Buch „Operation Hollywood“ von David L. Robb untersucht die komplizierten Beziehungen zwischen dem US-Militär und Hollywood und zeigt auf, wie das Militär die Filmproduktion durch die Kontrolle über Drehbücher und den Zugang zu Ressourcen beeinflusst. Obwohl das Buch aufschlussreiche Enthüllungen über Militärpropaganda in Filmen bietet, gehen die Meinungen über die Tiefe und die Darstellung des Buches auseinander.
Vorteile:⬤ Augenöffnende Einblicke in die Art und Weise, wie das Militär die Darstellung von Streitkräften im Film beeinflusst.
⬤ Gut recherchiert mit zahlreichen detaillierten Beispielen und historischen Bezügen.
⬤ Denkanstöße, die den Leser dazu anregen, seine Sichtweise auf militärbezogene Filme zu überdenken.
⬤ Zeigt, wie wichtig es ist, staatlich geförderte Medien und Propaganda zu verstehen.
⬤ Einige Leser fanden das Buch weniger seriös und konzentrierten sich mehr auf triviale Aspekte des Filmemachens als auf umfassende Enthüllungen über Korruption.
⬤ Der Schreibstil und die Ausführung wurden wegen mangelnder Tiefe und Wiederholungen kritisiert.
⬤ Begrenzte Berichterstattung über neuere Filme, die sich hauptsächlich auf frühere Jahrzehnte konzentrieren.
⬤ Einige fanden die Perspektive des Autors gegenüber dem Militär zu negativ.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
Operation Hollywood: How the Pentagon Shapes and Censors the Movies
Das einzige, was Hollywood mehr mag als einen guten Film, ist ein gutes Geschäft. Seit mehr als fünfzig Jahren machen Produzenten und Regisseure von Kriegs- und Actionfilmen ein gutes Geschäft mit den amerikanischen Streitkräften, indem sie für wenig oder gar nichts Zugang zu militärischer Ausrüstung und Personal im Wert von Milliarden von Dollar erhalten.
Obwohl diese Vereinbarung das Budget eines Films erheblich senkt, kann der Preis für die geistige Freiheit recht hoch sein. Als Gegenleistung für den Zugang zu hochentwickelter militärischer Ausrüstung und Fachwissen müssen die Filmemacher der Zensur durch das Pentagon zustimmen. Wie der erfahrene Hollywood-Journalist David L.
Robb in diesem aufschlussreichen Insider-Einblick in Hollywoods "schmutzigstes kleines Geheimnis" zeigt, ist das Endprodukt, das die Kinobesucher im Kino sehen, oft nicht nur das, was der Regisseur beabsichtigt, sondern auch das, was die Machthaber im Militär über die amerikanischen Streitkräfte vermitteln wollen. Manchmal verlangt die Zensur nur die Streichung einiger weniger Worte, manchmal müssen ganze Szenen gestrichen oder komplett überarbeitet werden. Was passiert, wenn ein Regisseur die geforderten Änderungen ablehnt? Robb zitiert einen Pentagon-Sprecher: "Nun, ich nehme mein Spielzeug und gehe nach Hause.
Ich nehme meine Panzer, meine Truppen und meinen Standort und gehe nach Hause." Das kann eine ziemlich überzeugende Drohung für einen Filmemacher sein, der versucht, seinen Film im Rahmen des Budgets zu halten. Robb nimmt uns mit hinter die Kulissen bei der Entstehung vieler bekannter Filme. Von "The Right Stuff" über "Top Gun" bis hin zu "Lassie" - die Liste der Filme, bei denen das Pentagon seinen Willen durchgesetzt hat, ist sehr lang.
Nur wenn ein Regisseur entschlossen ist, mehr Geld als nötig auszugeben, um seinen eigenen Film ohne Einmischung zu drehen, wie im Fall von Oliver Stone bei der Entstehung von Platoon oder Francis Ford Coppola bei Apocalypse Now, kommt ein Film heraus, der die ungetrübte Vision des Regisseurs präsentiert. Für jeden, der Filme liebt und dem die Freiheit der Meinungsäußerung am Herzen liegt, ist Operation Hollywood ein fesselndes, schockierendes und sehr unterhaltsames Buch.