Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 7 Stimmen.
Operation Market-Garden: Ultra Intelligence Ignored
Autoren und Historiker haben die Begriffe "Market-Garden" und "Versagen der Geheimdienste" praktisch zu Synonymen gemacht. Ist dies wirklich der Fall? Die Operation Market-Garden, der Plan von Feldmarschall Montgomery, sollte das Tor nach Deutschland öffnen und gleichzeitig General Eisenhower dazu zwingen, seine Strategie der breiten Front zugunsten einer Strategie der engen Front aufzugeben.
Diese Operation, die am 17. September 1944 durchgeführt wurde, wurde zu einer der größten Niederlagen der Alliierten im Zweiten Weltkrieg. Bis 1974, als die britische Regierung den Geheimhaltungsgrad von Ultra freigab, wussten außer den Herstellern und Nutzern von Ultra-Informationen niemand von seiner Existenz.
Mit der Freigabe des Programms erfuhr man, dass Ultra den alliierten Befehlshabern eine noch nie dagewesene Möglichkeit bot, hochrangige deutsche Nachrichten zu lesen, die als unknackbar galten. Die Freigabe dieser Dokumente zeigte nun, dass hochrangige alliierte Befehlshaber wussten, dass sich die 9.
und 10. SS-Panzerdivision in dem Korridor befanden, in dem die Alliierten ihren Vorstoß an der engen Front planen.
Trotz dieser neuen Informationen bezeichnen zahlreiche Autoren Market-Garden nach wie vor als nachrichtendienstliches Versagen. Zwar war der Nachrichtendienst bei der Unterstützung dieser Operation nicht perfekt, aber es ist nicht gerechtfertigt zu sagen, dass die Operation Market-Garden scheiterte, weil der Nachrichtendienst die Befehlshaber nicht vor der Bedrohung der Operation gewarnt hatte.