
Operatic Pasticcios in Eighteenth-Century Europe: Contexts, Materials, and Aesthetics
In der Frühen Neuzeit gehörten in vielen Künsten Techniken des Zusammenstellens, Kompilierens und Arrangierens von bereits vorhandenem Material zu den etablierten Arbeitsmethoden. In der Welt der Oper des 18.
Jahrhunderts sorgten solche Praktiken dafür, dass Opern zu einem kommerziellen Erfolg werden konnten, denn die Ersetzung oder Zusammenstellung von Arien, die den Fähigkeiten des Sängers entsprachen, erwies sich als das beste Rezept, um die Erwartungen des Publikums zu erfüllen. Diese seit dem 18.
Jahrhundert als Pasticcios bezeichneten Opern galten lange Zeit als minderwertiges Flickwerk. Der Band versammelt Aufsätze, die das Pasticcio neu beleuchten, es kontextualisieren, seine Voraussetzungen definieren, seine materiellen Aspekte untersuchen und seine ästhetischen Prinzipien aufdecken.