Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über das orthodoxe Christentum und seine Rolle bei der Nationenbildung auf dem Balkan, wobei der Schwerpunkt auf dem historischen Kontext und auf Details liegt. Es enthält Beiträge von mehreren Autoren, was der Diskussion eines selten behandelten Themas zusätzliche Tiefe verleiht.
Vorteile:Detaillierte und ausgewogene Perspektiven von mehreren Autoren, gut für Balkanstudien und orthodoxe Christen, unkomplizierter Verkauf mit hochwertiger Lieferung.
Nachteile:Einige historische Ungenauigkeiten oder Missverständnisse können vorhanden sein, insbesondere in Bezug auf die Entwicklung der nationalen Identität in den slawischen Nationen, was darauf hindeutet, dass die Interpretationen bestimmter Wissenschaftler zu stark vereinfacht sein könnten.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Orthodox Christianity and Nationalism in Nineteenth-Century Southeastern Europe
Der Prozess der Nationenbildung im orthodoxen Gemeinwesen brachte politische Institutionen und religiöse Gemeinschaften in ihrem gemeinsamen Ziel zusammen, nationale Souveränität zu erlangen.
Orthodoxes Christentum und Nationalismus im Südosteuropa des 19. Jahrhunderts untersucht die Rolle der orthodoxen Kirchen bei der Schaffung nationaler Identitäten und beschreibt, wie die Kirchen Griechenlands, Rumäniens, Bulgariens und Serbiens nach dem Niedergang des Osmanischen Reiches ihre Unabhängigkeit vom Patriarchat in Konstantinopel erlangten.
Auf der Grundlage von Archivmaterial, das nach dem Fall des Kommunismus in Südosteuropa und Russland zur Verfügung stand, sowie von Material, das auf Griechisch, Serbisch, Bulgarisch, Rumänisch und Russisch veröffentlicht wurde, analysiert Orthodoxes Christentum und Nationalismus im Südosteuropa des 19. Jahrhunderts die Herausforderungen, die der Nationalismus für das Ökumenische Patriarchat darstellte, und die Art und Weise, wie die orthodoxen Kirchen in die nationalistische Ideologie eingebunden waren.