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(Re)Negotiating East and Southeast Asia: Region, Regionalism, and the Association of Southeast Asian Nations
In diesem Buch wird versucht, zwei zentrale Paradoxe im Zusammenhang mit dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN) zu erklären: Wie haben die verschiedenen Staaten angesichts konkurrierender Interessen, divergierender Präferenzen und wohl auch schwacher Kooperation zusammengehalten und ihre Beziehungen stabilisiert? Wie hat eine Gruppe kleinerer, selbsternannter südostasiatischer Mächte über ihren ursprünglichen regionalen Aufgabenbereich hinaus die Form und den Inhalt des asiatisch-pazifischen und ostasiatischen Regionalismus geprägt? Alice Ba zufolge liegen die Antworten in den Gründungsargumenten der ASEAN: Argumente, die auf einer angenommenen regionalen Uneinigkeit beruhten.
Sie zeigt, wie diese Argumente kritische Kausalzusammenhänge herstellen, die den südostasiatischen Regionalismus zu einer notwendigen Antwort auf Probleme machen, zu seiner definierenden Informalität und Konsensfindung führen und den Regionalismus der ASEAN einschränken. Indem sie die Debatten über die inner- und außerregionalen Beziehungen der ASEAN über vier Jahrzehnte hinweg nachzeichnet, plädiert sie für eine prozessorientierte Sichtweise der Zusammenarbeit, beleuchtet die zwischengeschalteten Prozesse der Argumentation und Debatte und hebt die interagierenden materiellen, ideellen und sozialen Kräfte bei der Konstruktion von Regionen und Regionalismen hervor.