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Outcaste Bombay: City Making and the Politics of the Poor
Im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts wuchs die Bevölkerung Bombays um das Zwanzigfache, als die Stadt zunehmend industrialisiert und kosmopolitisch wurde. Doch unter der Fassade der Modernität hielten sich alte Vorurteile, darunter die Behandlung der Dalits.
Selbst als sich die Inder mit den Aspekten des modernen Lebens auseinandersetzten, einschließlich des marxistischen Diskurses über die Klasse, spielten die Kastenunterschiede eine entscheidende Rolle bei der Frage, wer von den wirtschaftlichen Veränderungen der Stadt ausgeschlossen wurde. Der Arbeitshistoriker Juned Shaikh dokumentiert die Symbiose zwischen dem industriellen Kapitalismus und dem Kastensystem und zeichnet den Wandel der Stadt nach, als die Stadtplaner die Dalit-Viertel als Slums einstuften, die abgerissen werden mussten, um ein modernes Bombay aufzubauen.
Anhand seltener Quellen, die von den städtischen Armen und Dalits in der Sprache Marathi verfasst wurden - darunter Romane, Gedichte und Manifeste - untersucht Outcaste Bombay, wie Sprache und Literatur zu einem Schlachtfeld der Kulturpolitik wurden. Durch die sorgfältige Untersuchung des komplexen sozialen Gefüges einer Stadt beleuchtet diese Studie Fragen, die für Gewerkschaftsaktivisten und Stadtplaner auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung sind.