
Middle-Class Couples: A Study of Segregation, Domination and Inequality in Marriage
Als dieses Buch 1980 veröffentlicht wurde, vertraten Soziologen lange Zeit die Ansicht, dass die Ehe der Mittelklasse im heutigen Großbritannien durch eine Aufhebung der Rollentrennung und eheliche Gleichheit gekennzeichnet sei. Middle-Class Couples berichtet über Forschungsergebnisse, die eine kritische Reanalyse dieser Orthodoxie liefern.
Das Buch ist eine theoretisch fundierte, empirische Studie, die viele der Mythen entlarvt, die mit dieser angeblichen Bewegung hin zu einer „gleichberechtigten Ehe“ unter Berufspaaren verbunden sind. Die Autorin untersuchte die sexuelle Arbeitsteilung zwischen einer Gruppe von Berufstätigen und ihren Ehefrauen in der Phase der Kindererziehung in ihrem Familienzyklus.
Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Begriff der ehelichen Gleichheit und die Machtdimension der Ehe, die Arbeitsteilung im Haushalt und die Freizeitgestaltung von Ehemann und Ehefrau gelegt. Eine radikale Kritik an den bestehenden sozialen Theorien über Familie und Gesellschaft, die in den klassischen Studien von Parsons, Watson, Young und Willmott, Ann Oakley und Elizabeth Bott enthalten sind.