Bewertung:

Das Buch bietet eine reichhaltige und fesselnde Darstellung der Ära der Stückgutschifffahrt zwischen dem Vereinigten Königreich und Westafrika, wobei der Schwerpunkt auf den persönlichen Erfahrungen des Autors, John Goble, während seiner 25 Jahre auf See liegt. Das Buch verbindet humorvolle Anekdoten mit historischen Einblicken und wird von Lesern, die sich für die Geschichte der Seefahrt interessieren, besonders von solchen mit Verbindungen zur Handelsmarine, gerne gelesen.
Vorteile:Sehr empfehlenswert wegen seiner faszinierenden Erzählungen, persönlichen Anekdoten und historischen Details. Es weckt Erinnerungen bei denjenigen, die mit dem westafrikanischen Handel vertraut sind, und zeichnet sich durch authentische Sprache und Erfahrungen aus. Die Leser finden es gut geschrieben und wahrheitsgetreu, mit hervorragenden Fotos, die die Erzählung bereichern.
Nachteile:Einige mögen zunächst die Relevanz des Themas in Frage stellen, da es für diejenigen, die mit dem Kontext nicht vertraut sind, unbedeutend erscheinen könnte. Außerdem könnte der Schwerpunkt auf persönlichen Berichten nicht alle Leser ansprechen.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Palm Oil and Small Chop
Palmöl ist die Quintessenz Westafrikas - es ist komplex, ein gewöhnungsbedürftiger Geschmack und gilt als eher ungesund. Der Zusatz von Zutaten, die es für den europäischen Geschmack schmackhaft machen, ist eine Kleinigkeit.
Aus der einzigartigen Perspektive der Arbeit an Bord von Handelsschiffen, die in der Region Handel trieben, bietet der Autor einen Blick auf die ersten 25 Jahre der westafrikanischen Unabhängigkeit - es ist gleichzeitig die Geschichte der letzten Jahre vieler Linienschiffe der britischen Handelsmarine, deren Erfolg weitgehend von den imperialen Routen abhing. Der Autor diente auf Schiffen von drei sehr unterschiedlichen Reedereien, zwei britischen und einer nigerianischen, und aus dieser ungewöhnlichen Bandbreite an Erfahrungen wird eine faszinierende Geschichte von Schiffen, ihren Besatzungen, ihren Ladungen und den Menschen von Senegal bis Angola erzählt.
Die letzten der berühmten Surfhäfen, die Schifffahrt auf den verschlungenen Wasserwegen des Nigerdeltas und die Befahrung des großen Kongoflusses werden anschaulich beschrieben. Es wird ein farbenfrohes Bild von der erstaunlichen Vielfalt der Ladungen gezeichnet und davon, wie sich die Schiffe fast buchstäblich über tückische Schlammbänke tasteten und sich ihren Weg durch von Mangroven gesäumte Bäche bahnten, wobei einheimische Lotsen von Kanus aus an Bord gingen.