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Paper Emperors: The rise of Australia's newspaper empires
Bevor die Zeitungen vom digitalen Zeitalter überrollt wurden, waren sie eine mächtige Kraft, insbesondere in Australien - einem Land der Zeitungsriesen und Königsmacher. Dieses meisterhafte Buch enthüllt, wem Australiens Zeitungen gehörten und wie sie diese nutzten, um politische Macht auszuüben.
Es ist eine Unternehmens- und Politikgeschichte der australischen Zeitungen, die sich über 140 Jahre erstreckt und erklärt, wie das australische Mediensystem von einer Handvoll Imperien und mächtigen Familiendynastien dominiert wurde. Viele von ihnen sind auch heute noch bekannt: Murdoch, Fairfax, Syme, Packer. Sally Young zeigt in ihrem mit Verve und Einfühlungsvermögen geschriebenen Buch, wie Zeitungseigentümer die Politik beeinflussten, Lobbyarbeit leisteten, Politiker unter Druck setzten und die interne Parteipolitik prägten, und verfügt über eine beispiellose Beherrschung einer Vielzahl von Quellen.
Das Buch beginnt im Jahr 1803 mit Australiens erstem Zeitungsbesitzer - einem Sträfling, der zu einem wohlhabenden Bankbesitzer wurde -, was der Branche von Anfang an eine Mischung aus Berühmtheit, Macht und Reichtum bescherte. Während des gesamten zwanzigsten Jahrhunderts war den Australiern nicht bewusst, dass sie Zeitungen lasen, die geheimen Bankrotteuren und gescheiterten Großgrundbesitzern, mächtigen Bergbaumagnaten, Gangstern im Stil von Underbelly, Bankern und Unternehmenstitanen gehörten.
Das Buch endet mit dem Sturz von Menzies im Jahr 1941 und seiner Überzeugung, dass eine Handvoll Pressebarone ihn zu Fall gebracht hat. Die Jahre dazwischen sind vollgepackt mit politischen Dramen, geschäftlichen Machenschaften und einem Kampf um die Leser, während die Zeitungsbarone mit Macht und Einfluss hausieren gehen.