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Papal Justice: Subjects and Courts in the Papal State, 1500-1750
Im Europa der frühen Neuzeit war die Justiz stets der Schlüssel zur öffentlichen Ordnung und die wichtigste Stütze des Staates. Der Papst war zwar das Oberhaupt der Kirche, aber auch ein Fürst wie jeder andere, und seine Gerechtigkeit, als Maschinerie und moralisches Vorbild, zeigte die Doppelnatur seiner Herrschaft, die nicht nur auf Handlungen, sondern auch auf Glauben und Gewissen abzielte. Irene Fosi, die Doyenne der päpstlichen Rechtswissenschaft, schildert die ehrgeizigen, komplexen und manchmal verzweifelten Bemühungen der päpstlichen Richter und gibt durch lebendige Anekdoten einen Eindruck von den Begegnungen zwischen den verschiedenen päpstlichen Richtern, Inquisitoren und anderen und den Männern und Frauen, die vor Gericht gestellt wurden.
Das ursprünglich auf Italienisch erschienene und viel beachtete Buch Papal Justice wurde von Thomas V. Cohen, Professor für Geschichte an der York University, ins Englische übersetzt. Mit der englischen Ausgabe erreicht dieser lebendige Überblick über das päpstliche Justizsystem eine transatlantische Leserschaft und macht die Früchte von Fosis jahrzehntelanger Forschung in unveröffentlichten Archiven in Rom und im Vatikan zugänglich.
Das Buch untersucht die sehr bunte Gestalt des päpstlichen Herrschaftsgebiets, die dort anzutreffenden Institutionen und die Beziehungen zwischen Rom und den umliegenden Städten. Mikrogeschichten über die Funktionsweise ergeben ein klares Bild der Beziehungen zwischen dem Herrscher und seinen Untertanen.
ÜBER DIE AUTORIN:
Irene Fosi ist Professorin für moderne Geschichte an der Universität "G. d'Annunzio" in Chieti-Pescara in Italien. Die italienische Ausgabe dieses Buches, La giustizia del papa: Sudditi e tribunal nello Stato pontificio in eta moderna, wurde 2007 von Laterza veröffentlicht. Fosi hat zwei weitere Bücher und zahlreiche Artikel veröffentlicht.
LOB FÜR DAS BUCH:
"Irene Fosi ist eine erfahrene Wissenschaftlerin der Renaissance und des Barock in Rom mit mehr als einem Vierteljahrhundert Erfahrung in päpstlichen Gerichtsarchiven. Ihr Buch ist eine gut durchdachte Studie über die Gerichte und Prozesse in Rom und im Kirchenstaat. Die ausführlichen Zitate aus den Quellen vermitteln dem Leser einen echten Eindruck von den Interessen und der Denkweise der päpstlichen Beamten, des römischen Adels und der lokalen Persönlichkeiten aller Ränge. Die Übersetzung ist einfach, elegant und originalgetreu."--Thomas Kuehn, Professor für Geschichte an der Clemson University.
"Fosi ist zweifellos die führende Autorität für das frühneuzeitliche Papsttum in allen Sprachen und verfügt über eine unübertroffene Bandbreite an Erfahrung bei der Arbeit mit verschiedenen Arten von Rechtsquellen. Fosi hat ein wunderbares Ohr für die Stimmen verzweifelter Verwalter oder verzweifelter Bittsteller, und ihre Zitate machen sie lebendig. Genauso wichtig ist, dass man ihren Urteilen vertrauen kann. Sie schildert die päpstliche Justiz auf eine abgerundete Art und Weise"--Laurie Nussdorfer, Professorin für Geschichte und Literatur an der Wesleyan University.
"Dieses Buch ist die perfekte Kombination aus fundiertem Archivwissen, gepaart mit jahrzehntelanger historischer Erfahrung und der Präzision der englischen Sprache in einer wortgewandten und präzisen Übersetzung".