
Paradigm Wars - Validity and Reliability in Qualitative Research
Essay aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Politik - Methoden, Forschung, Note: 1,3 (77%), University of Warwick (Politics and International Studies), Veranstaltung: Qualitative Research Methods, Sprache: Deutsch Englisch, Beschreibung: Validität und Reliabilität als Qualitätsindikatoren haben in der qualitativen Forschung einen schweren Stand und sind Gegenstand zahlreicher Debatten. Forscher mit unterschiedlichem paradigmatischem Hintergrund haben eine Vielzahl von Ansichten geäußert, wobei die Extreme von einer völligen Verneinung der Möglichkeit valider und reliabler qualitativer Forschung auf der einen Seite bis zur Ablehnung von Validität und Reliabilität als sinnvolle Qualitätsindikatoren auf der anderen Seite reichen.
Der folgende Aufsatz erkennt die unterschiedlichen Annahmen an, die den verschiedenen Paradigmen der quantitativen und qualitativen Forschung zugrunde liegen. Er bestreitet jedoch, dass Validität und Reliabilität inhärent mit vorgegebenen ontologischen oder epistemologischen Annahmen verbunden sind, und plädiert für ihre allgemeine Verwendung als Qualitätsindikatoren. Um diese Behauptung zu verdeutlichen, wird eine Auswahl verschiedener Paradigmen und die Entwicklung alternativer Qualitätsindikatoren innerhalb dieser Paradigmen aufgezeigt.
Da die Nützlichkeit dieser Vielzahl von Indikatoren fraglich ist, wird versucht, sie durch eine Konsolidierung in Einklang zu bringen. Dazu werden die Konzepte der "Kernvalidität" und "Kernreliabilität" eingeführt, die je nach Paradigma des Forschers spezifiziert werden können.
Diese Konzepte unterstreichen die Relevanz und Anwendbarkeit von Validität und Reliabilität als Qualitätsindikatoren in der qualitativen Forschung. Darüber hinaus hat die qualitative Forschung Strategien und Methoden entwickelt, die es dem Forscher ermöglichen, negative Einflüsse auf Validität und Reliabilität anzugehen und ein hohes Maß an beidem zu erreichen.