
Party and Nation: Immigration and Regime Politics in American History
Party and Nation untersucht die Einwanderung als Mittel zum Verständnis des Parteienwettbewerbs in der amerikanischen Geschichte. Der Aufstieg von Donald Trump spiegelt einen anhaltenden Regimewechsel in den USA wider, bei dem Multikulturalismus und Nationalismus zu zentralen Aspekten der ideologischen und koalitionären Grundlagen der großen Parteien geworden sind.
Dieses Phänomen einer multikulturalistischen Demokratischen Partei und einer nationalistischen Republikanischen Partei, so die Autoren, ist eine dramatische Abkehr vom ersten amerikanischen politischen Regime. Diese ältere Ordnung beruhte auf dem Bekenntnis der Gründergeneration zum Prinzip der natürlichen Rechte und der Gestaltung einer nationalen Kultur, die dieses Prinzip unterstützt. Die parteipolitischen Debatten über die Einwanderung haben die Spannungen, die mit dieser Verpflichtung verbunden sind, deutlich gemacht.
Die Autoren stellen die Permutationen dieses ersten Regimes inmitten der territorialen Ausdehnung des Landes und der tragischen Konflikte um Sklaverei und Rassentrennung dar. Mit der Industrialisierung, der großen Einwanderungswelle an der Wende zum 20.
Jahrhundert und dem Aufstieg des fortschrittlichen Verwaltungsstaates begannen die Parteien ihren jahrhundertelangen Wandel zu den plebiszitären Institutionen, die sie heute sind. Diese neue politische Realität, so wird argumentiert, brachte eine Situation mit sich, in der die Debatte über die Einwanderung die Unterschiede zwischen den Parteien nicht nur beleuchtet, sondern auch zu definieren beginnt.