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Party and State in Post-Mao China
In den letzten Jahrzehnten hat sich China zu einer quasi kapitalistischen Wirtschaftsmacht entwickelt. Dennoch wird das Land nach wie vor von der gleichen, von der Kommunistischen Partei dominierten Regierung regiert, die seit 1949 an der Macht ist. Aber wie hat Chinas politisches System eine solche Langlebigkeit erreicht? Und was sagt uns seine Stabilität über die Zukunft der autoritären gegenüber der liberal-demokratischen Regierungsform?
In dieser detaillierten Analyse der eng verflochtenen Beziehungen zwischen der regierenden Kommunistischen Partei und dem regierenden Staat gibt die renommierte China-Expertin Teresa Wright aufschlussreiche Antworten auf diese wichtigen Fragen. Obwohl viele glauben, dass der chinesische Parteistaat seine Macht trotz seiner kommunistischen und autoritären Züge bewahrt hat, argumentiert Wright, dass der Schlüssel zu seinem anhaltenden Erfolg in der sorgfältigen Bewahrung einiger zentraler kommunistischer und autoritärer Merkmale liegt, während er gleichzeitig offener wird und auf die Beteiligung der Öffentlichkeit reagiert. Sie behauptet, dass Chinas Post-Mao-Parteienstaat im Vergleich zu anderen Formen politischer Herrschaft, einschließlich liberal-demokratischer Regierungen, gut abschneidet. Er hat die notwendigen Funktionen eines stabilen Regierungssystems erfüllt: die Befriedigung der wichtigsten demografischen Gruppen und die Reaktion auf öffentliche Missstände, die Aufrechterhaltung von wirtschaftlicher Stabilität und Wachstum sowie die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen - ohne dass die Macht und der Einfluss der KPCh wirklich eingeschränkt wurden.
Dieses zum Nachdenken anregende Buch, das die gängigen Auffassungen über das Wesen, die Stärken und die Schwächen von Demokratie und Autoritarismus in Frage stellt, ist eine unverzichtbare Lektüre für alle Studenten und Wissenschaftler der chinesischen Politik und der internationalen Beziehungen.