Bewertung:

Das Buch bietet eine kritische Untersuchung der partizipativen Entwicklung und hebt die Widersprüche hervor, die dem Versuch, durch externe Hilfe Hilfe zur Selbsthilfe zu gelangen, innewohnen. Es enthält eine Sammlung gut recherchierter Aufsätze, die die konventionellen Weisheiten über Entwicklung in Frage stellen.
Vorteile:⬤ Bietet scharfe Einblicke in die partizipative Entwicklung
⬤ gut kuratierte Aufsätze
⬤ sehr empfehlenswert für diejenigen, die in der Gemeinschaft arbeiten
⬤ gelobt für seine Qualität und direkte Kritik an bestehenden Entwicklungspraktiken.
In den Rezensionen wurden keine wesentlichen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Participation: The New Tyranny?
Dieses Buch befasst sich mit dem Tyranneipotenzial der partizipativen Entwicklung und zeigt, wie sie zu einer ungerechten und illegitimen Machtausübung führen kann. Es ist die erste Abhandlung in Buchlänge, die sich mit der Kluft zwischen der fast durchgängig modischen Rhetorik der Partizipation, die einerseits Ermächtigung und angemessene Entwicklung verspricht, und andererseits dem, was tatsächlich geschieht, wenn Berater und Aktivisten partizipative Entwicklung fördern und praktizieren, beschäftigt.
Die Autoren, allesamt Sozialwissenschaftler und Entwicklungsexperten, kommen aus verschiedenen Disziplinen und verfügen über eine breite Palette praktischer Erfahrungen. Ihr Ziel ist es, einen scharfen Kontrast zu den verführerischen Behauptungen der Partizipation zu schaffen und ihre Befürworter vor den Fallstricken und Grenzen der partizipativen Entwicklung zu warnen. Das Buch fordert auch Praktiker und Theoretiker der Partizipation auf, ihre eigene Rolle bei der Förderung einer Reihe von Praktiken zu überdenken, die im besten Fall naiv gegenüber Machtfragen sind und im schlimmsten Fall systematisch dazu dienen, bestehende Ungleichheiten zu verstärken, anstatt sie zu überwinden.
Für die Adressaten der partizipativen Entwicklung bietet dieses Buch kritische Einblicke in die Geschichte, die Institutionen und die alltäglichen Aktivitäten, durch die ihnen die Partizipation "angetan" wird. Es liefert ihnen eine Reihe von Argumenten, die die legitime Entscheidung stützen, nicht zu den Bedingungen der anderen zu partizipieren.
Dieses rigorose und provokative Verständnis von partizipativer Entwicklung ist eines, das Geber, Wissenschaftler und Praktiker nur schwer ignorieren können.