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Passing Fancies in Jewish American Literature and Culture
In Passing Fancies in Jewish American Literature and Culture geht Judith Ruderman der schwierigen Frage nach, wer in der amerikanischen Literatur und Kultur als jüdisch gilt. Im heutigen politischen Klima werden religiöse und rassische Identitäten eher als Reaktionen auf Kultur und Umwelt denn als wesentliche Eigenschaften verstanden.
Viele Juden haben nach wie vor widersprüchliche Vorstellungen von ihrer Identität - einerseits wollen sie sich intensiv mit der jüdischen Geschichte und den Erfahrungen des jüdischen Volkes auseinandersetzen, andererseits halten sie an dem Verständnis fest, dass die Identität fließend und vielschichtig ist. Anhand sorgfältig ausgewählter Texte aus der amerikanischen Literatur untersucht Ruderman die Strategien, mit denen Juden seit dem späten 19.
Jahrhundert bis in die Gegenwart "durchkommen" - Nasenarbeiten, Umbenennungen, Kleidungswechsel, religiöse und rassische Neueinstufungen und sogar das Spielen von Baseball. Während das Überschreiten rassischer und religiöser Identitäten schon immer ein Merkmal der amerikanischen Einwanderernation war, zeigt Ruderman, wie die Komplexität der Identitätsbildung und -deformation in diesem wichtigen kulturellen Moment von entscheidender Bedeutung ist.