
Passing and Posing Between Black and White: Calibrating the Color Line in U.S. Cinema
Seit seinen Anfängen hat sich das US-amerikanische Kino mit der Artikulation von Rassengrenzen auseinandergesetzt.
Dies gilt in erster Linie für die Darstellung von gemischtrassigen Charakteren, die die Farbgrenze überschreiten. Im weiteren Sinne geht es aber auch um Sehbedingungen und Wissenskonfigurationen.
Dass sich der amerikanische Film so ausgiebig mit dem unausgewogenen Verhältnis von Schwarz und Weiß beschäftigt, ist weder zufällig noch trivial zu konstatieren - es hat vielmehr mit der Negierung von Grenzen zu tun, die das Medium selbst betreffen. Lisa Gotto untersucht diese Konstellation entlang der frühen Geschichte des amerikanischen Films, der filmischen Moderne der späten 1950er Jahre und dem postklassischen Kino der Jahrtausendwende.