Bewertung:

Das Buch „The Quanderies of Intellectuals in Occupied Shanghai, 1937-1945“ von Poshek Fu ist eine gut geschriebene und sorgfältig recherchierte Untersuchung der Entscheidungen, denen sich die Intellektuellen während der japanischen Besetzung Shanghais stellen mussten. Es analysiert die Themen Passivität, Widerstand und Kollaboration unter den Intellektuellen Shanghais und zeigt auf, wie diese Faktoren die Kultur und Identität der Stadt prägten. Trotz seiner Stärken wird in einigen Rezensionen bemängelt, dass sich das Buch zu sehr auf einen dreigliedrigen Rahmen stützt, wodurch andere Einflüsse auf das Verhalten übersehen werden könnten.
Vorteile:⬤ Anmutig geschrieben in tadellosem Englisch.
⬤ Sorgfältig recherchiert und zum Nachdenken anregend.
⬤ Einzigartige Untersuchung der intellektuellen Entscheidungen während der Besatzung.
⬤ Bietet eine relevante historische Perspektive mit Schlussfolgerungen, die über Shanghai hinaus gelten.
⬤ Verwendet verschiedene Formen von Literatur, um seine These zu untermauern.
⬤ Starker Rückgriff auf ein dreiteiliges Schema, das komplexe menschliche Verhaltensweisen zu stark vereinfacht.
⬤ Könnte andere einflussreiche Faktoren wie Kindheit und Bildung bei der Entscheidungsfindung außer Acht lassen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Passivity, Resistance, and Collaboration: Intellectual Choices in Occupied Shanghai, 1937-1945
Der Autor konzentriert sich auf das intellektuelle Leben in Schanghai unter japanischer Besatzung und zeigt, dass Schanghaier Schriftsteller eine Komplexität und Mehrdeutigkeit moralischer Entscheidungen an den Tag legten, die die Nachkriegswahrnehmung des besetzten Chinas als ein Konfliktfeld zwischen selbstlosen Widerständlern und schamlosen Kollaborateuren in Frage stellt.
Abbildungen.