Bewertung:

Andrew Purves' „Pastoraltheologie in der klassischen Tradition“ bietet eine prägnante und doch tiefgründige Erkundung der Pastoraltheologie anhand der Erkenntnisse von fünf historischen Theologen. Er unterstreicht die Bedeutung der Integration traditioneller theologischer Perspektiven mit der modernen pastoralen Praxis und stellt zeitgenössische Ansätze in Frage, die sich stark auf psychologische Theorien stützen. Das Buch wird Geistlichen und Menschen, die in der Seelsorge tätig sind, wegen seiner praktischen Ratschläge und erfrischenden Einsichten in die Seelsorge empfohlen.
Vorteile:Das Buch bietet einen wertvollen Überblick über die klassische Pastoraltheologie und hebt die Bedeutung historischer Persönlichkeiten wie Gregor von Nazianz und Richard Baxter hervor. Es wird für seine praktischen Einsichten, seinen klaren Schreibstil und seine Fähigkeit gelobt, moderne pastorale Praktiken in Frage zu stellen und zum Nachdenken über das wahre Wesen der Seelsorge und die Berufung der Seelsorger anzuregen. Die Leser schätzen das Potenzial des Buches, aktuelle und angehende Pastoren zu beleben und zu inspirieren.
Nachteile:Kritiker merken an, dass es dem Buch an Tiefe im historischen Kontext und an Originalstimmen der besprochenen Theologen fehlt, was seinen Reichtum einschränken könnte. Einige Leser empfinden es als trocken oder haben Schwierigkeiten, das Interesse aufrechtzuerhalten, und es gibt Kritik an der Qualität des Bucheinbands. Außerdem sind einige der Meinung, dass das Buch seine These nicht vollständig durchhält.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
Pastoral Theology in the Class
Andrew Purves zufolge ist die Seelsorge allzu oft nicht von der historischen Praxis geprägt und wird zu sehr von psychologischer Theorie und Praxis beeinflusst.
Zumindest eine Folge davon ist, dass sie sich oft vom theologischen Erbe der Kirche entfremdet. Purves untersucht christliche Autoren aus der Vergangenheit, die die klassische Tradition in der Pastoraltheologie repräsentieren - klassisch in dem Sinne, dass sie und ihre Texte das Denken und die Praxis von Pastoren in nachhaltiger Weise geprägt haben.
Er reflektiert über Texte von Gregor von Nazianz, Johannes Chrysostomus, Gregor dem Großen, Martin Bucer und Richard Baxter. Er enthält eine kurze Biografie jedes Autors, stellt die wichtigsten Themen der Theologie des Autors vor und erörtert die Fragen, die sich für die pastorale Arbeit ergeben.