Bewertung:

Das Buch bietet eine gut recherchierte Darstellung eines historischen Ereignisses, bei dem es um den Tod von Robert Prager geht, und hebt die bedeutende Rolle der Bergbaugeschichte und der gesellschaftlichen Hysterie während des Ersten Weltkriegs hervor. Während es den Hintergrund des Bergbaus und die Schwere der Ereignisse hervorragend darstellt, fanden einige Leser die umfangreichen Bergbaukapitel überwältigend und wünschten sich persönlichere Erzählungen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und hervorragend geschrieben
⬤ vermittelt effektiv den historischen Kontext und die Bedeutung von Robert Pragers Geschichte
⬤ informativ und fesselnd für diejenigen, die sich für lokale Geschichte interessieren.
⬤ Starke Fokussierung auf die Bergbaugeschichte, was einige als übertrieben empfanden
⬤ Mangel an persönlichen Berichten oder Erzählungen von Familien
⬤ Wunsch nach mehr Erforschung der religiösen und ethnischen Verbindungen im Zusammenhang mit den Ereignissen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Patriotic Murder: A World War I Hate Crime for Uncle Sam
Robert Prager, ein einsamer deutscher Einwanderer auf der Suche nach dem amerikanischen Traum, war wahrscheinlich das schändlichste US-Opfer des Ersten Weltkriegs. Von Küste zu Küste waren die Amerikaner durch eine ständige Diät aus Regierungspropaganda und Hassreden in einen patriotischen Rausch versetzt worden.
In Collinsville, Illinois, hängte ein wütender, betrunkener Mob Prager kurz nach Mitternacht am 5. April 1918 an einem Baum auf. Die Bergarbeiter in dem Vorort von St.
Louis wollten der Nation zeigen, dass sie ihren patriotischen Beitrag leisteten - dass auch sie den Kampf kämpften. Und wer sollte sie aufhalten? Nicht der Stadtrat oder die Geschäftsleute, die schweigend zusahen.
Nicht die vier Polizisten, die Prager aus ihrem Gewahrsam entließen, ohne eine Waffe zu ziehen. Und wer würde die Anführer des Mobs zur Rechenschaft ziehen? Sicherlich nicht die Geschworenen, die nur zehn Minuten brauchten, um sie freizusprechen, während eine Band in der Eingangshalle des Gerichts „The Star-Spangled Banner“ spielte.
Peter Stehman beleuchtet die Entführung der bürgerlichen Freiheiten und ein vergessenes Verbrechen, von dem manche sagen, es sei der „patriotischen Amnesie“ zum Opfer gefallen. Leider sind die Lehren aus „Patriotic Murder“ in Bezug auf Intoleranz und Hass auch heute noch aktuell, da ein Jahrhundert später einwanderungsfeindliche Rhetorik und Ber-Nationalismus in der amerikanischen politischen Diskussion wieder auftauchen.