Bewertung:

Das Buch wird wegen seines historischen und künstlerischen Wertes gut aufgenommen, da es die Arbeit von Paul Outerbridge mit visuell atemberaubenden Bildern vorstellt. Einige Rezensenten bemängelten jedoch die im Buch verwendete Sprache und den vermeintlich mangelnden Reiz des Themas für ein modernes Publikum.
Vorteile:Hochwertige Fotografien, umfassende Geschichte des Werks von Paul Outerbridge, visuell beeindruckende Bilder, großer Wert für Sammler.
Nachteile:Die Sprachbarriere könnte für einige Leser nachteilig sein, einige Bilder könnten nach heutigen Maßstäben veraltet oder weniger spannend sein.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Paul Outerbridge (1896-1958) war ein Alchimist der Begierde, sei es in seinen üppigen Bildern für die Werbung oder in seinen zart getönten Aktfotos. Farbe war ein wesentlicher Bestandteil seiner ästhetischen Anziehungskraft.
Er nutzte das komplexe Tri-Color-Carbro-Verfahren, um eine verführerische Oberfläche mit Textur und Farbton zu schaffen. Sein Streben galt den „künstlichen Paradiesen“ - einer Perfektion der Form mit surrealem Einschlag. Diese prägnante Monografie stellt Outerbridges einzigartige Ästhetik und seinen kommerziellen und künstlerischen Werdegang vor, von seinem beruflichen Höhepunkt als New Yorks bestbezahlter Werbefotograf bis zu seinem Rückzug nach Hollywood in den 1940er Jahren nach einem Skandal um seine erotischen Fotografien.
Anhand von Schlüsselbeispielen aus seinem Oeuvre erforscht das Buch Outerbridges innovativen Stil anhand von kubistischen Stillleben, Magazinfotografien und seinen umstrittenen Aktaufnahmen sowie seine Interaktion mit anderen Avantgardefotografen wie Alfred Stieglitz, Paul Strand und Man Ray. Dabei erkennen wir Outerbridges besondere Fähigkeit, alltägliche Gegenstände in eine quasi-abstrakte Komposition zu verwandeln, und seine Vorreiterrolle bei der Verfechtung des sowohl expressionistischen als auch kommerziellen Potenzials der Farbfotografie.