Bewertung:

Richard Pointers Biografie „Pacifist Prophet“ befasst sich mit dem Leben von Johannes Papunhank, einem christlichen Pazifisten, dessen Beitrag zur amerikanischen Geschichte, insbesondere während des Franzosen- und Indianerkriegs und im Vorfeld der Amerikanischen Revolution, weitgehend übersehen worden ist. Das Buch hebt Papunhanks Rolle als Brücke zwischen den Kulturen, sein Eintreten für den Frieden und seine Bemühungen um die Schaffung sicherer Gemeinschaften für sein Volk hervor. Pointers Erzählung stellt herkömmliche historische Darstellungen in Frage, indem er Papunhanks einzigartige Strategien und Perspektiven hervorhebt.
Vorteile:Das Buch bietet eine neue Perspektive auf die amerikanische Geschichte, indem es sich auf eine bedeutende, aber übersehene Figur, Johannes Papunhank, konzentriert. Richard Pointers Schreibstil und seine gründliche Recherche werden gelobt, ebenso wie die Fähigkeit des Buches, vergangene Kämpfe um Frieden und dienende Führung mit den Lehren der Gegenwart zu verbinden. Auch die Darstellung von Papunhank als Brückenbauer und Verfechter der politischen Neutralität wird hoch geschätzt.
Nachteile:Einige Leser werden feststellen, dass das Buch etablierte historische Erzählungen in Frage stellt, was zu Meinungsverschiedenheiten über die Darstellung von Papunhank und seinen Kontext führen kann. Außerdem kann die Fokussierung auf Papunhank dazu führen, dass allgemeinere historische Ereignisse und Persönlichkeiten übersehen werden, was diejenigen, die eine traditionellere historische Darstellung suchen, frustrieren könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Pacifist Prophet: Papunhank and the Quest for Peace in Early America
Der pazifistische Prophet erzählt die unerzählte Geschichte der friedfertigen amerikanischen Ureinwohner im 18. Jahrhundert anhand der Welt von Papunhank (ca. 1705-75), einem Munsee- und mährischen Propheten, Prediger, Reformer und Diplomaten. Papunhanks Leben war geprägt von der Suche nach einer friedlichen Heimat in Pennsylvania und dem Ohio-Land inmitten der Wirren der Zeit zwischen dem Siebenjährigen Krieg und der Amerikanischen Revolution.
Seine Bemühungen ähnelten denen anderer Indianer, die nach Autonomie strebten, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Er war Pazifist und setzte sich ausschließlich für gewaltfreie Mittel ein. Ein solcher Ansatz stand im Gegensatz zu den Botschaften anderer indianischer Propheten und lief in einer frühen amerikanischen Welt, die zunehmend von Gewalt, Rassenhass und politischen Unruhen geprägt war, gegen den Strom. Dennoch war Papunhank nicht allein. Er folgte einer längeren und breiteren indianischen Friedenstradition und trug zu ihr bei.
Richard W. Pointer zeigt, wie Papunhank über den pragmatischen Pazifismus anderer Indianer hinausging und aus indianischen und christlichen Einflüssen einen prinzipiellen Pazifismus entwickelte, der zur treibenden Kraft seines Lebens und seiner Führung wurde. Hunderte von Ureinwohnern folgten seinem Aufruf, „ein großer Liebhaber des Friedens“ auf der Suche nach ihrer Heimat zu sein. Trotz aller Widrigkeiten sprach Papunhank mit seiner prophetischen Botschaft mutig zu den europäischen und indianischen Machtzentren und hielt viele Indianer in einer Zeit am Leben, in der ihr Überleben ständig bedroht war. Papunhanks Geschichte wirft ein ganz neues Licht auf die Reaktionen einiger Munsees, Delawares, Mahicans, Nanticokes und Conoys, für die der „Weg des Krieges“ überhaupt kein Weg war.