Pearl Harbor: Warnung und Entscheidung

Bewertung:   (4,4 von 5)

Pearl Harbor: Warnung und Entscheidung (Roberta Wohlstetter)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der nachrichtendienstlichen Versäumnisse, die zum Überraschungsangriff auf Pearl Harbor führten, und analysiert die Signale und Prozesse, die zu diesem Versehen beitrugen. Es hebt die bürokratischen Ineffizienzen und Vorurteile hervor, die die Entscheidungsfindung verzerrten. Das Buch bietet wertvolle Einblicke für Geheimdienstmitarbeiter und historische Analysten, wird aber von einigen Lesern als trocken und zu detailliert empfunden.

Vorteile:

Die gründliche und gut recherchierte Analyse von Fehlschlägen der Nachrichtendienste
liefert wichtige Erkenntnisse für Fachleute der Nachrichtendienste
veranschaulicht die Herausforderungen bei der Unterscheidung zwischen verwertbaren Signalen und irreführendem Rauschen
unterstreicht die Bedeutung von Kommunikation und Zusammenarbeit bei der Verhinderung von Fehlschlägen
bleibt für moderne nachrichtendienstliche Überlegungen relevant.

Nachteile:

Der Schreibstil kann trocken sein und einige Leser zum Einschlafen bringen.
Für Gelegenheitsleser ist das Buch möglicherweise zu detailliert.
Einige Kritiker bemängeln das Fehlen einer kritischen Analyse spezifischer militärischer Entscheidungen.
Für diejenigen, die sich nicht eingehend mit der Materie befassen, wird das Buch als möglicherweise repetitiv und etwas dicht empfunden.

(basierend auf 31 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Pearl Harbor: Warning and Decision

Inhalt des Buches:

Seit Jahrzehnten tobt die Kontroverse: War die Katastrophe von Pearl Harbor das Ergebnis krimineller Nachlässigkeit von Militäroffizieren im pazifischen Raum? War sie, wie einige behauptet haben, ein vorsätzliches Komplott des Präsidenten in Washington?

Es scheint unwahrscheinlich, dass ein Land so viele Warnungen hatte, die auf die Gefahr hindeuteten, und dennoch so unvorbereitet auf das Ereignis selbst sein konnte. Der amerikanische Geheimdienst konnte streng geheime japanische Codes lesen, und die USA waren daher in der Lage, den amerikanischen Befehlshabern in der ganzen Welt wichtige Informationen zu übermitteln. Die meiste Zeit war Washington in der Lage, sowohl die diplomatischen Schritte Japans als auch seine militärischen Einsätze vorherzusehen. Doch wie dieses sorgfältig dokumentierte Buch zeigt, sehen die Umrisse der Gefahr heute scharf aus, weil die Katastrophe eingetreten ist, und es ergibt sich ein völlig anderes Bild, wenn man das nachrichtendienstliche Bild, so wie es für die Beteiligten vor dem Ereignis aussah, im Detail rekonstruiert.

Im Jahr 1941 waren die Teile des Puzzles auf eine Reihe von Regierungsstellen verstreut. Einige gingen im Lärm der Signale unter, die in andere Richtungen wiesen - in Richtung eines japanischen Vormarsches nach Süden oder nach Sibirien; andere wurden durch die normalen Schranken der Bürokratie gebremst, und wieder andere wurden durch Sicherheitsanforderungen zum Schweigen gebracht. In der Mitte der Entscheidung hatte niemand das Puzzle vervollständigt.

Vor allem aber erinnert uns dieses Buch eindringlich daran, dass die Entdeckung eines Überraschungsangriffs im Zeitalter der H-Bombe noch schwieriger sein wird. Wie es im Vorwort heißt: „Die Gefahr besteht nicht darin, dass wir die Signale und Indikatoren mit zu wenig Geschick lesen; die Gefahr besteht in einer Erwartungsarmut - einer routinemäßigen Besessenheit von einigen wenigen Gefahren, die eher vertraut als wahrscheinlich sind.“.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780804705981
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1962
Seitenzahl:428

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